Apple AirTag

AirTag, SmartTag, Tile und Co: Die Grossen gehen gemeinsam gegen unerwünschtes Tracking vor

Die Apple AirTags gehören zu der Kategorie Gadgets, die man einmal kauft, irgendwo platziert und dann meist vergisst. Zumindest, bis nach etwas über 1,5 Jahren die integrierte Batterie getauscht werden möchte. Im Idealfall muss man nie darauf zugreifen, im schlimmsten Fall kann dir dieses kleine Stück Technik etwas verloren geglaubtes wieder zurückbringen.

Positive Berichte

Die Apple AirTags geistern immer wieder durch die Medien. Überwiegend in Verbindung mit Dingen, die verloren gegangen sind und dank ihrer Hilfe wieder gefunden wurden. Wie immer im Einzelnen erfreuliche Meldungen und für Blogs und Newsportale dankbare News, die sicher ordentlich Traffic bringen.

Ende April hat die New Yorker Polizei sogar eine grössere Menge dieser Tags an ihre Anwohner verschenkt. Die Idee: Anwohner sollen ihre Autos damit absichern und Fahrzeugdieben damit das Leben schwer machen. Auch das, eine tolle Story.

Solche Geschichten gibt es auch von Trackern anderer Hersteller, wenn auch deutlich weniger. Nebst Tile, den Ersten auf dem Markt, hat auch Samsung mit seinen SmartTag welche im Angebot. Andere Unternehmen arbeiten laut der Gerüchteküche Google und Oppo ebenfalls an solchen Trackern.

Die unschöne Seite dieser Tags

Doch es gibt sie auch immer wieder, die etwas unschöneren Meldungen, die zeigen, wofür die kleinen Tracker auch gebraucht werden: Um Personen zu stalken. Vor allem Frauen berichten immer öfter in sozialen Medien darüber, dass sie einen fremden Tracker in ihrem Gepäck gefunden hätten.

Das Problem ist schon länger bekannt. Um dem entgegenzuwirken, haben Apple und Samsung schon etliche Software-Updates bereitgestellt, die das Problem endlich in den Griff bekommen sollten. Genützt hat es bisher anscheinend nicht viel, denn die negativen Meldungen reissen nicht ab.

Google, Apple und Co bringen einen einheitlichen Standard

Das wollen natürlich Apple, Samsung, Tile und Co. nicht einfach so auf sich sitzen lassen. Die Hersteller zeigen sich noch immer überzeugt von den kleinen Trackern und sind überzeugt, dass die Vorteile überwiegen.

In einer gemeinsamen Pressemeldung, haben die grossen Technikfirmen nun bekannt gegeben, an einem gemeinsamen, Standard zu arbeiten, um dem Ganzen endlich Einhalt zu gebieten. Der neue Industrie-Standard gegen unerwünschtes Tracking soll jetzt endlich verhindern, was bisher nicht gelungen ist: Dass Menschen mit einem solchen Tag gegen ihren Willen verfolgt werden können.

Entwurf liegt bereits vor

Aktuell besteht das Vorhaben aus einem gemeinsamen, ersten Entwurf von Google und Apple. Mithilfe der Spezifikation geht es darum: Die Erkennung von unerlaubtem Tracking durch Tags soll unabhängig vom Hersteller über alle mobilen Betriebssysteme, also iOS und Android, kompatibel sein. In der Theorie kann also dann auch ein Smartphone von Samsung einen Apple Tag, der zum unerlaubten Tracking missbraucht wird, erkennen und davor warnen.

Dieser Entwurf liegt aktuell der IETF (Internet Engineering Task Force) vor. Das heisst, dass über die nächsten drei Monate Interessierte den Entwurf prüfen und kommentieren dürfen. Das grosse Ziel für die Technik-Unternehmen dahinter ist, den Standard per Ende 2023 in die eigenen Produkte einfliessen zu lassen.

Damit wäre die Grundlage gelegt, um dem illegalen Tracking endgültig einen Riegel vorzuschieben. Andere Hersteller, wie Tile oder Samsung, könnten sich nach diesem Standard richten und ihre Produkte dahin gehend sicherer gestalten.

Neben Apple und Google ist auch noch Chipolo, Tile, Samsung, Pebblebee, und Eufy Security mit an Board.

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