Apple Watch Ultra 2 im Test: Die perfekte Smartwatch für ambitionierte Sportler?
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Technik Test Apple Watch

Apple Watch Ultra 2 im Test: Die perfekte Smartwatch für ambitionierte Sportler?

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Mit der Watch Ultra hat Apple im vergangenen Jahr eine Smartwatch präsentiert, die sich insbesondere an Abenteurer und Leistungssportler richtet. Apple geht damit eindeutig auf Konfrontationskurs mit Garmin, Suunto & Co., die bis anhin diese Zielgruppe unter anderem mit der Fenix-Reihe umwarb.

Interessanterweise gewann das Premium-Modell von Apple innert kürzester Zeit viele Fans auch ausserhalb dieser Zielgruppe. Daran wird auch die vor wenigen Wochen vorgestellte Apple Watch Ultra 2 nichts ändern – eher im Gegenteil. Apple reduziert überraschenderweise den Preis für den Nachfolger um immerhin 100 Franken auf 799 Franken und macht sie damit noch attraktiver. Der eine oder andere Ultra-Käufer der ersten Generation dürfte sich über diesen Entscheid ziemlich sicher wundern.

Am Aussehen hat sich nichts getan, wäre da nicht ein neues Zifferblatt, könnte man sie nicht voneinander unterscheiden. Unter der Haube sieht es anders aus: Die zweite Generation bekommt ein paar spannende Upgrades. Was Apple alles verändert hat und wie gut sich die Apple Watch Ultra 2 im Alltag, aber auch als Sportuhr schlägt, habe ich in den letzten Wochen für dich getestet.

Die Apple Watch Ultra 2 gibt es weiterhin nur in der Farbe “Titan”. Bei den Armbändern darfst du dich für ein Alpine Loop, Trail Loop oder Ocean Armband entscheiden. Preislich gibt es keine Unterschiede zwischen den Armbändern.

Apple Watch Ultra 2 Test
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Aussehen und Verarbeitung

Vor der Apple Watch Ultra 2 hatte ich während einem Jahr die Watch Series 8 mit 45 mm Durchmesser im Einsatz. Im Vergleich zur Ultra, wirkt die normale Watch viel feiner. Das überrascht nicht. Schliesslich haben wir es bei der Watch Ultra 2 mit einem massiven Titan-Gehäuse mit 49 mm Durchmesser zu tun. Sie wirkt zwar ziemlich klobig und wuchtig, aber zeitgleich strahlt sie damit eine hohe Robustheit aus.

Da Apple mit der Ultra-Reihe vor allem Abenteurer und Leistungsportler:innen ansprechen möchte, muss die Uhr zwangsläufig auch so einiges aushalten können. Und das tut sie auch. Bis zu 100 Metern ist das Gehäuse wasserdicht, sagt Apple. Darüber hinaus kann die Ultra eine IP6X-Zertifizierung gegen Staub und die Militärnorm MIL-STD 810H vorweisen. Sie attestieren der Ultra 2 eine durch und durch hohe Robustheit.

Apple Watch Ultra 2 Test
Links ist der Action Button sowie der Lautsprecher zu sehen | Bild: vybe

Action-Button bietet echten Mehrwert

Ja, die Watch Ultra 2 ist für die Nutzung in Extremsituationen gewappnet. Es fällt dabei auf, dass Apple die physischen Tasten besser vor ungewollten Eingaben schützt. Die Krone bzw. sogenannte Digital Crown ist zudem etwas grösser und kann so blindlings bedient werden. Alle Tasten weisen darüber hinaus einen ausgezeichneten Druckpunkt auf.

Eine Besonderheit stellt der Action-Button dar. Das ist eine zusätzliche Taste auf der linken Seite, der eine individuelle Funktion zugewiesen werden kann. Zur Auswahl steht etwa das Starten eines Trainings oder das Ausführen eines Kurzbefehls. Bei mir startet die Training-App. Nützlich: Während eines Trainings lässt sich durch erneutes Betätigen des Action-Buttons ein Segment markieren.

Alpine Band an der Apple Watch Ultra 2
Das Alpine Band ist sehr angenehm zu tragen und hinterlässt einen wertigen Eindruck | Bild: vybe

Mit einem Gewicht von 61 Gramm ist die Watch Ultra 2 definitiv kein Leichtgewicht. Nur so als Vergleich: Die Watch Series 8 bringt ein Gewicht von ca. 39 Gramm auf die Waage und die Google Pixel Watch 2 sogar nur 31 Gramm! Die gute Nachricht: An das hohe Gewicht gewöhnte ich mich schneller als zunächst erwartet und empfinde es mittlerweile nicht mehr als Nachteil.

Die Watch Ultra 2 überzeugt, wie es bei Apple üblich ist, mit einer herausragenden Verarbeitungsqualität. Dazu zähle ich auch das sehr gelungene Alpine Loop Armband.

Apple Watch Ultra 2 Test
Rechts ist die Krone und eine weitere Taste zu finden | Bild: vybe

Display und Ausstattung

Bei der normalen Watch setzt Apple beim Display auf abgerundete Seiten. Nicht so beim Ultra-Modell, hier gibt es ein komplett flaches Display. Es wird vom Rahmen komplett umschlossen, was für einen besseren Schutz sorgt. Apropos Schutz: Geschützt wird das Display durch Saphirglas, das eine besonders hohe Kratzfestigkeit aufweist.

Ein Upgrade verpasst Apple der Spitzenhelligkeit. Neu erreicht die Watch Ultra 2 eine Helligkeit von bis zu 3000 Nits (Watch Ultra bis max. 2000 Nits). Damit bleibt das Display der Watch Ultra 2 problemlos bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar. Auch gut: Im Dunklen kann die Helligkeit auf bis zu 1 Nit reduziert werden, was sich insbesondere positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt, aber auch in dunkler Umgebung nicht so blendet.

Bei der Grösse hat sich nichts getan, auch weiterhin gibt es ein 1,92 Zoll LTPO OLED-Display mit einer Auflösung von 502 x 410 Pixel. Darauf lassen sich viele Informationen abbilden, was unter anderem das neue Zifferblatt Modular Ultra eindrücklich unter Beweis stellt. Auf einen Blick bietet das Zifferblatt Informationen zur Höhe, Temperatur, UV-Index, Sonnenuntergang und noch vieles mehr. Die Komplikationen lassen sich natürlich individuell anpassen.

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Neuer Chipsatz und mehr Speicherplatz

Die grösste Neuerung ist zweifelsohne unter der Haube vorzufinden. Apple verbaut in der Watch Ultra 2 den neuen S9-Chipsatz. Dieser bietet mehr Leistung und eine schnellere KI-Engine namens “Neural Engine”. Letztere ermöglicht etwa die Funktion “On-Device-Siri”. Sprich, der intelligente Sprachassistent kann einige Funktionen ganz ohne Datenverbindung entgegennehmen und umsetzen. Insgesamt würde ich sagen, dass die Watch Ultra 2 im Vergleich zur Watch Series 8 in allen Belangen noch etwas schneller reagiert.

Dank dem neuen Ortungschip namens U2 lassen sich Gegenstände, die über Ultrabreitband (UWB) verfügen, beispielsweise das iPhone, noch viel genauer und schneller orten. Tatsächlich kann auf der Watch Ultra 2 die recht genaue Entfernung und Richtung des verlorenen Gegenstands angezeigt werden. In Verbindung mit meinem iPhone hat die Ortung ausgezeichnet funktioniert.

Nicht unerwähnt bleiben soll das Plus an Speicherplatz. Tatsächlich verbaut Apple statt 32 GB, wie in der Apple Watch Ultra aus 2022, nun sogar fette 64 GB Speicherplatz. Das ist sehr viel Speicherplatz für eine Smartwatch. Darauf lassen sich neben Apps unter anderem auch Offline-Musik abspeichern. Die Musik lässt sich anschliessend bequem via Bluetooth auf Kopfhörer abspielen.

86 Dezibel laute Sirene inklusive

Die Apple Watch Ultra 2 hat eine ziemlich laute Sirene eingebaut. Sie ist dann von Nutzen, wenn man sich in der Pampa verlaufen hat und auf sich aufmerksam machen möchte. Laut Apple wird sie bis zu 86 Dezibel laut. Laut genug also, um auch aus der Ferne auf sich aufmerksam zu machen.

Apple Watch Ultra 2 im Fitness-Center
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Fitness- und Gesundheitsfunktionen

Die Apple Watch Ultra 2 ist vollgepackt mit Sensoren, darunter für die Pulsmessung, zur Erstellung eines Elektrokardiogramms (EKG), der Messung der Sauerstoffsättigung im Blut (SpO2) und noch viele weitere. Im Vergleich mit einem klassischen Brustgurt zeigt sich, dass die Watch Ultra 2 über eine sehr akkurate Pulsmessung verfügt. Zudem passt sie den Puls sehr schnell an, was insbesondere bei hochintensiven Intervalltrainings (HIIT) zur Geltung kommt.

Übrigens, auch im Fitnesscenter beim klassischen Krafttraining mit Hanteln und weiteren Kraftgeräten, wo die optische Sensoren aufgrund der Abwinkelung der Handgelenke stark gefordert werden, hinterlässt sie einen durch und durch guten Eindruck. Will heissen, dass auch bei diesen Trainings die Pulsmessung wie gewünscht weiterläuft. Da haben andere Smartwatches auch schon versagt. Wer trotzdem auf einen Brustgurt für die Pulsmessung zurückgreifen möchte, kann ihn problemlos via Bluetooth mit der Watch Ultra 2 verbinden. Weiterhin werden weitere Bluetooth-Sensoren unterstützt, beispielsweise ein Trittfrequenzsensor.

Hohe GPS-Genauigkeit zeichnet die Apple Watch 2 aus

Dank Dual-Band-GPS inklusive L1- und L5-Frequenz verspricht Apple eine sehr akkurate GPS-Aufzeichnung samt blitzschneller Positionierung. Und genau das, kann ich bestätigen. Die Genauigkeit bei Lauftrainings unter freiem Himmel ist auf einem sehr hohen Niveau. Einzig im Wald, wo man folgerichtig hohe Bäume antrifft, zeigten sich hier und da leichte Abweichungen. Insgesamt sind es Abweichungen, die sich im Rahmen halten und vergleichbar mit anderen Smartwatches mit Dual-Band-GPS sind.

Die GPS-Genauigkeit kann sich sehen lassen | Bild: vybe

Die wichtigsten Sportmodi sind dabei

Sportmodi sind auf der Apple Watch Ultra 2 zahlreiche vorhanden. Allerdings habe ich schon Sportuhren mit noch mehr Modi gesehen. Die wichtigsten Sportmodi sind aber vorhanden, darunter etwa Wandern, Laufen, Gehen, Schwimmen, oder Radfahren. Auch gesellen sich einige Randsportarten dazu, wie etwa Bogenschiessen, Kickboxen, Tai-Chi oder Surfen dazu. Insgesamt ist die Auswahl an Sportmodi stimmig. Ach ja, gängige Workouts erkennt die Uhr selbstverständlich automatisch.

Während eines Workouts informiert die Uhr über die Dauer des Trainings, die Anzahl aktiv verbrannter Kalorien und den aktuellen Puls. Bei Lauftrainings zeigt sie die zurückgelegte Strecke an und bei Schwimmtrainings in einem Pool zusätzlich die Anzahl zurückgelegter Längen. Mittels Vibration wird man über die festgelegten Segmente (beispielsweise Reichweite) informiert. Falls du Bluetooth-Kopfhörer mit der Watch Ultra 2 verbunden hast, gibt es obendrauf eine akustische Ansage mit den wichtigsten Informationen.

In der Fitness-App auf dem iPhone erhält man eine recht detaillierte Auswertung des vorangegangen Trainings | Bild: vybe

Nach einem Workouts werden alle relevanten Informationen direkt auf der Apple Watch oder in der Fitness-App auf dem iPhone angezeigt. Hier können dann weiterführende Informationen eingesehen werden, wie etwa die Durchschnittsgeschwindigkeit oder die maximale Geschwindigkeit. Im Vergleich mit der Garmin Connect-App bietet die Fitness-App von Apple weniger Funktionen an. Ambitionierte Sportler:innen erhalten bei Garmin aus meiner Sicht einen deutlich tieferen Einblick in ihre Workouts.

Gut, aber nicht neu, ist die Trackback-Funktion umgesetzt. Beim Wandern hilft diese Funktion, um wieder zum Ursprungsort zurückzukehren. Das ist vor allem dann besonders hilfreich, wenn man sich in der Wildnis verlaufen hat. Auch cool: Die Apple Watch Ultra 2 merkt sich, wo zuletzt Mobilfunkempfang vorhanden war und kann uns genau dorthin navigieren. Gerade in Notsituationen eine nicht zu unterschätzende Funktion.

Für Taucher:innen könnte die “Tiefe-App” von Interesse sein. Sie zeigt einerseits die Wassertiefe (bis maximal 40 Meter), die Wassertemperatur und die Dauer des aktuellen Tauchgangs an. Die App startet automatisch, sobald die Uhr unter Wasser gehalten wird. In einem Schwimmbecken hat sich gezeigt, dass die angezeigten Messwerte durchaus akkurat sind.

In der Health-App erhält man Auswertungen über den Schlaf
In der Health-App erhält man Auswertungen über den Schlaf | Bild: vybe

Schlaftracking ohne weiterführende Tipps

Trägst du deine Apple Watch Ultra 2 beim Schlafen, erfasst sie dabei die wichtigsten Daten. Neben den verschiedenen Schlafphasen, zeichnet sie auch die Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität, die Sauerstoffsättigung im Blut (SpO2), Atemfrequenz und dank der zwei Temperatursensoren auch die Temperatur am Handgelenk auf.

Ebenfalls werden die verschiedenen Schlafphasen ausgewertet | Bild: vybe

Was die Schlafmenge betrifft, da scheint die Watch ziemlich akkurat zu arbeiten. Den Rest kann ich ehrlich gesagt nicht so wirklich beurteilen. Was mich aber stört, ist, dass Apple keine Erklärungen zu den erfassten Schlafdaten liefert. Ich sehe zwar ein Durchschnittswert, weiss aber letztendlich nicht, ob dieser Wert nun gut oder schlecht ist. Ich würde es begrüssen, wenn Apple irgendwas in Form eines “Schlaf-Scores” einführen würde, womit die Werte greifbarer wären.

Software

Die Muskeln lässt Apple wie gewohnt bei der Software spielen. watchOS 10 spielt diskussionslos in einer eigenen Liga und lässt die Konkurrenz nach wie vor alt aussehen. Das ohnehin schon geniale Smartwatch-Betriebssystem von Apple hat mit dem jüngsten Software-Update den Abstand zu Google’s Wear OS (und vergleichbaren Betriebssystemen) nochmals vergrössert.

Kein anderes Smartwatch-Betriebssystem ist so gut mit dem Smartphone verzahnt, wie das von Apple. Klar, überraschend ist das nicht so wirklich, schliesslich hat Apple ein ganzes Ökosystem in der Hinterhand, das perfekt mit der Smartwatch vernetzt ist. Das dürfte auch einer der Gründe sein, weshalb sich Apple gegen eine Öffnung für Android-Smartphones entschieden hat. Auf jeden Fall läuft watchOS 10 auf der Watch Ultra 2 absolut flüssig.

Neu mit watchOS 10 führt Apple Smart Stack ein, das sind im Grunde genommen Widgets | Bild: vybe

Die Bedienung hat sich seit dem Update auf watchOS 10 leicht verändert, ist aber immer noch intuitiv. Mittels Druck auf die Krone erhält man Zugriff auf alle installierten Apps. Die Schnelleinstellungen sind neu mittels Druck auf die untere Taste erreichbar. Eine Übersicht aller geöffneten Apps startet mittels Doppeltipp auf der digitalen Krone. Die Bezahlfunktion Apple Pay bzw. das Wallet ist über ein Doppeltipp der unteren Taste erreichbar.

Apropos: Apple Pay ist eines dieser Features, das ist nicht mehr missen möchte. Die Uhr habe ich sowieso immer dabei und so jetzt auch mein Portemonnaie (Geldbörse). Und übrigens: Das iPhone kannst du getrost zuhause lassen, da Apple Pay auch ohne verbundenes Smartphone problemlos funktioniert.

Smart Stack und Double Tap

Apple führt mit der Version 10 den Smart Stack ein. Das sind einzelne Widgets, die mittels Wisch nach oben oder via digitaler Krone erreicht werden. Die Widgets lassen sich nach Lust und Laune anordnen und natürlich ein- oder ausblenden. Darüber hinaus versprach Apple, dass auch Drittanbieter-Apps Widgets für den Smart Stack bereitstellen können. Bis jetzt habe ich allerdings noch kein Widget von einem Drittanbieter gesehen.

Double Tap bzw. Doppeltipp ist seit WatchOS 10.2 nun aktiv | Bild: Apple

Auf der Keynote am 12. September widmete Apple besonders viel Aufmerksamkeit der Double Tap-Funktion, die mit dem Update auf watchOS 10.1 inzwischen ausgerollt wurde. Durch zweimaliges Tippen des Zeigefingers auf den Daumen lassen sich darüber verschiedene kontextbasierte Aktionen ausführen. So lässt sich etwa der Smart Stack aufrufen und mittels Doppeltipps durch die Widgets bewegen. Auch können Anrufe entgegengenommen bzw. abgewiesen und beendet oder die Musik gesteuert werden.

Insgesamt funktioniert Double Tap sehr gut. Ob ich es wirklich im Alltag verwende? Nein, bis jetzt nicht. Ehrlich gesagt, denke ich selten daran, dass ich mittels Doppeltipp diverse Aktionen ausführen kann.

Akku

Mein Highlight stellt die Laufzeit des 564 mAh grossen Akkus dar. Bei der Watch Series 8 war ich es mir gewohnt, dass sie praktisch jeden Tag auf den Wireless Charger musste. Bei der Watch Ultra 2 ist dies nicht mehr nötig. Sie hält bei mir ca. 33 bis 36 Stunden durch. Diese Laufzeit wird bei normaler Nutzung mit aktiviertem Always-on-Display und einem Workout mit GPS von 1h erreicht. Damit stellt Apple viele Mitbewerber:innen in den Schatten, nicht aber etwa Garmin. Eine Fenix 7 Pro (Solar) erreicht viel bessere Laufzeiten, allerdings hat sie weniger in Punkto Smartwatch-Features zu bieten.

Geht der Apple Watch Ultra 2 dann einmal der Saft aus, kann sie über das mitgelieferte Ladepad via Wireless in ca. 90 Minuten komplett aufgeladen werden. Das können andere Hersteller deutlich schneller.

Das Display überzeugt mit einer hohen Helligkeit | Bild: vybe

Das Testfazit zur Apple Watch Ultra 2

Ich bin von der Apple Watch Series 8 auf die Watch Ultra 2 umgestiegen und bereue diesen Schritt nicht – im Gegenteil. Ich würde sofort wieder umsteigen. Mit knapp 800 Franken ist die Watch Ultra 2 kein Schnäppchen, das ist mir klar, aber der Aufpreis und der damit resultierende Mehrwert, den ich mit diesem Wechsel erhalten habe, ist es mir zweifelsohne Wert.

Zu den Highlights zählen für mich die im Vergleich zur Series 8 deutlich bessere Akkulaufzeit, das herausragende Display und nicht zuletzt das starke GPS samt akkurater Herzfrequenzmessung. Für (ambitionierte) Sportler:innen schnürt Apple ein durchaus attraktives Paket. Auch mag ich das Design der beiden Ultra-Modelle, das sich bewusst von der Series 8 bzw. 9 abhebt.

Fakt ist aber auch, dass sich ein Wechsel rein aufgrund der oben genannten Punkte nicht für jeden lohnt. Preislich bewegt sich die Apple Watch Ultra 2 in einer anderen Kategorie und sicherlich dürfte sich der eine oder andere die Frage stellen, ob eine Smartwatch knapp 800 Franken wert ist. Diese Frage muss jedoch jeder für sich selber beantworten.