Das Poco M4 Pro 5G in verschiedenen Farben

Das sind die besten Smartphones bis 200 Franken

Flaggschiff-Smartphones locken mit herausragenden Kameras, tollen Bildschirmen, rasend schnellen Prozessoren und vielen weiteren spannenden Funktionen. Doch rechtfertigt das ein Preis von mehr als 1000 Franken? Gewiss! Doch für die meisten Aufgaben ist all das gar nicht notwendig. Nein, es muss nicht immer ein (sehr) teures Flaggschiff-Smartphone sein.

Im Internet surfen oder TikTok-Videos aufnehmen und hochladen, das geht auch mit einem deutlich günstigeren Smartphone. Ja, im Einsteiger-Segment bis 200 Franken gibt es durchaus empfehlenswerte Modelle, die mit einer guten bis sehr guten Ausstattung überzeugen können. Auf den nächsten Zeilen verraten wir euch, welche zehn Smartphones bis 200 Franken zu empfehlen sind.

Xiaomi Poco M4 Pro 5G

Das Poco M4 Pro in Schwarz
Bild: Xiaomi

Beim Poco M4 Pro 5G handelt es sich um das Redmi Note 11 5G für Europa. Technisch sind sie identisch. Das Smartphone ist gut bis sehr gut ausgestattet, insbesondere wenn man sich das Preisschild von ca. 200 Franken vor Augen hält. Darauf steht unter anderem ein 6,6 Zoll IPS-Display mit FHD+-Auflösung und 90 Hz Bildrate, eine 50 MP-Hauptkamera und ein 5000 mAh Akku mit 33 Watt Schnellladen. Der MediaTek Dimensity 810-Prozessor überzeugt mit einer guten Leistung und beherrscht auch den 5G-Standard.

Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern setzt Xiaomi beim Poco M4 Pro 5G auf eine duale Kamera. Ein Nachteil? Überhaupt nicht. Auf minderwertige Makro- und Tiefensensoren, wie sie meistens in dieser Preisklasse verbaut werden, können wir gut verzichten. Da haben wir lieber eine gute Haupt- und eine brauchbare Ultraweitwinkelkamera. Und die gibt es im Poco M4 Pro 5G, sofern man den vielen Testberichten Glauben schenkt.

Die Stärken: Display, Dual-Kamera, Akku, Schnellladen, 5G
Die Schwächen: keine nennenswerten

Preis: ca. 200 Franken

Xiaomi Redmi Note 11

Das Redmi Note 11
Bild: Xiaomi

Das Redmi Note 11 von Xiaomi zeichnet sich mit einem sehr guten Preis- Leistungsverhältnis aus. Kaum ein anderes Smartphone bietet so viel Smartphone in der Preisklasse von unter 200 Franken. Hervorzuheben ist etwa das gute AMOLED-Display mit FHD+-Auflösung und einer Bildwiederholrate von bis zu 90 Hertz. Der verbaute Snapdragon 680 Prozessor ist kein Leistungswunder, reicht aber für alltägliche Aufgaben aus.

Das Redmi Note 11 protzt mit einer Quad-Kamera. Wirklich zu gebrauchen sind davon höchstens zwei Sensoren. Das wären der Hauptsensor mit 50-Megapixeln und die Ultraweitwinkelkamera mit 8 Megapixeln. Die zwei 2-MP-Sensoren für Makro- und Tiefenaufnahmen sind mehr Schein als Sein. Eine überzeugende Leistung darf man dafür vom 5000 mAh starken Akku erwarten. Er lässt sich mit dem beigelegten Netzteil sogar mit bis zu 33 Watt aufladen.

Die Stärken: Display, Hauptkamera, Akku, Schnellladen
Die Schwächen: Sensoren für Makro- und Tiefenaufnahmen, kein 5G

Preis: ca. 200 Franken

Realme 8 5G

Das Realme 8 5G in Schwarz
Bild: realme

In der Schweiz ist der Smartphone-Hersteller Realme höchstens bei „Kennern“ geläufig. Schade, denn der chinesische Herstellert, der wie Oppo, OnePlus & Co. zum BBK Electronics-Konzern gehört, bietet echte Preiskracher an. Einer dieser Preiskracher ist zweifelsohne das Realme 8 5G. Wie es der Name schon verdeutlicht, wird bei diesem Einsteiger-Smartphone sogar der 5G-Mobilfunkstandard unterstützt.

Dazu gibt es einen recht flotten Prozessor (MediaTek Dimensity 700), ein 6,5 Zoll FHD+-Display mit flüssiger 90 Hertz Bildwiederholrate, eine ordentliche Hauptkamera mit 48 MP und einen üppig dimensionierten 5000 mAh Akku mit 18 Watt Schnellladen. All das verkauft Realme in der Schweiz für ca. 200 Franken, was ein wirklich gutes Preis- Leistungsverhältnis darstellt.

Gegen das Realme 8 5G spricht eigentlich nur die fehlende Weitwinkelkamera. Tatsächlich verzichtet Realme darauf und setzt stattdessen auf einen 2 MP-Tiefen- und Monochrom-Sensor. Beides Sensoren, wovon man definitiv nicht allzu viel erwarten darf. Immerhin liefert die 48 MP-Hauptkamera laut mehreren Testberichten brauchbare Schnappschüsse.

Wer auf den 5G-Standard verzichten kann, sollte sich unbedingt auch das Realme 8 4G ansehen. Das Schwestermodell beherrscht zwar kein 5G, dafür hat es ein wertigeres AMOLED-Display integriert. Preislich liegt die 4G-Version mit ca. 170 Franken sogar nochmals etwas darunter.

Die Stärken: Display, Hauptkamera, Akku, Schnellladen, Prozessor, 5G
Die Schwächen: Fehlende Ultraweitwinkelkamera, Makro- und Tiefenkamera

Preis: ca. 200 Franken

Motorola Moto G60s

Das Motorola G60s
Bild: Motorola

Wer viel Wert auf eine höhere Bildwiederholrate legt, sollte sich unbedingt das Motorola Moto G60s ansehen. Es ist das einzige Smartphone in dieser Auflistung, welches eine Bildrate von bis zu 120 Hertz bietet. Eine höhere Bildwiederholrate sorgt in der Regel für ein flüssigeres Erlebnis. Zwar haben wir es nicht mit einem AMOLED-Display zu tun, sondern „nur“ mit einem guten 6,8 Zoll LC-Display. Als Antrieb fungiert der nicht allzu starke Mediatek Helio G95 Prozessor.

Auch beim Moto G60s gibt es eine Quad-Kamera. Die Hauptkamera bietet eine Auflösung von 64 MP. Sie wird durch eine 8-MP-Ultraweitwinkelkamera, einer Makrolinse mit 5 MP und einem 2-MP-Sensor für Tiefenschärfe flankiert. Auch hier gilt: Haupt- und Ultraweitwinkelkamera bieten in Anbetracht des Preises eine gute Qualität. Die Makro- und Tiefenkamera haben einen marketingtechnischen Aspekt. Erfreulich: Der 5000 mAh Akku kann mit bis zu 50 Watt flott geladen werden.

Die Stärken: Schnelles Display, Hauptkamera, Akku, Schnellladen
Die Schwächen: Makro- und Tiefenkamera, kein 5G

Preis: ca. 200 Franken

Xiaomi Redmi 10

Das Redmi 10 in Schwarz
Bild: Xiaomi

Bereits ab ca. 175 Franken wird das Xiaomi Redmi 10 in der Schweiz verkauft. Die Ausstattung kann sich in Anbetracht des attraktiven Preisschilds sehen lassen: 6,5 Zoll grosses FullHD-Display mit 90 Hz, 50 MP-Hauptkamera, 5000 mAh Akku, NFC und Stereo-Lautsprecher. Der integrierte Prozessor MediaTek Helio G88 gehört zwar bei Weitem nicht zu den schnellsten Prozessoren, aber er reicht für alltägliche Aufgaben locker aus.

Die Quad-Kamera liest sich auf dem Datenblatt beeindruckender als sie in der Realität ist. Gute Schnappschüsse liefert die 50 MP-Hauptkamera. Auch der Ultraweitwinkelsensor mit 8 Megapixel liefert eine durchaus brauchbare Qualität. Von den zwei weiteren Sensoren mit je 2 MP für Makro- und Tiefenaufnahmen, halte ich jedoch nichts. Wie in dieser Preisklasse üblich, sind sie eher Marketing.

Für gute bis sehr gute Laufzeiten sorgt der üppig dimensionierte 5000 mAh Akku. Er lässt sich mit maximal 18 Watt aufladen. Das ist jetzt nicht besonders schnell, zumal Xiaomi seine Flaggschiff-Smartphones mit Ladegeschwindigkeiten von bis zu 120 Watt anbietet.

Die Stärken: Display, Akku
Die Schwächen: Makro- und Tiefenkamera, kein 5G

Preis: ca. 175 Franken

OPPO A54 5G

Oppo A54 in Fantastic Purple
Bild: Oppo

Das OPPO A54 5G beherrscht, wie es der Produktbezeichnung zu entnehmen ist, den 5G-Standard. Dies wird durch den Qualcomm Snapdragon 480 bzw. dem integrierten 5G-Modem X51 sichergestellt. Es ist der „günstigste“ Prozessor aus dem Hause Qualcomm, der auch den 5G-Standard unterstützt. Die Leistung kann nicht mit den deutlich teureren Flaggschiff-SoCs verglichen werden, reicht aber für alltägliche Aufgaben aus.

Das A54 5G bietet darüber hinaus ein 6,5 Zoll LC-Display mit FHD+-Auflösung und eine Bildwiederholrate von 90 Hertz. Damit werden Inhalte nicht nur scharf, sondern Animationen auch butterweich dargestellt. Auf der Rückseite gibt es eine Quad-Kamera. Testberichten zufolge liefert vor allem die Hauptkamera gelungene Aufnahmen. Bemängelt wurde in den Reviews oftmals die recht langsame Ladegeschwindigkeit des 5000 mAh Akkus. Maximal 18 Watt sind möglich, wobei Oppo lediglich ein 10 Watt Ladegerät beilegt.

Die Stärken: Display, Hauptkamera, 5G
Die Schwächen: Makro- und Tiefenkamera, lahmes Laden

Preis: ca. 180 Franken

Honor 50 Lite

Das Honor 50 Lite in Blau
Bild: Honor

Beim Honor 50 Lite sticht vor allem die Schnelllade-Technologie hervor. Der 4300 mAh Akku lässt sich mit sehr schnellen 66 Watt aufladen. Nicht mehr als „Standard“ ist das verbaute 6,67 Zoll LC-Display mit FHD+-Auflösung. Leider verzichtet Honor auf eine schnellere Bildwiederholrate. Dafür wirkt das Lite-Modell dank der sehr kleinen Displayrändern fast wie ein Flaggschiff-Smartphone. Die Kamera, vor allem die Hauptkamera, überzeugt mit schönen Fotos.

Leistungstechnisch hat das Honor 50 Lite nicht so viel zu bieten. Grund dafür ist der Qualcomm Snapdragon 662, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und auch zu seinen Glanzzeiten nicht zu den schnellsten Prozessoren gehörte. Auch fehlt dem Prozessor ein Modem, das sich mit dem aktuellen 5G-Mobilfunkstandard versteht. Für das Honor 50 Lite spricht somit das schöne Design, die gute Hauptkamera und das Schnellladen.

Die Stärken: Display, Hauptkamera, Schnellladen
Die Schwächen: Makro- und Tiefenkamera, kein 5G

Preis: ca. 180 Franken

Samsung Galaxy A32 4G

Das Samsung Galaxy A32 4G in Blau
Bild: Samsung

Vom Galaxy A32 verkauft Samsung in der Schweiz zwei unterschiedliche Modelle. Die etwas preiswertere Version gibt es bereits ab 200 Franken und kommt ohne 5G-Unterstützung daher. Wer auf den 5G-Mobilfunkstandard verzichten kann, darf sich beim Samsung Galaxy A32 4G dafür auf ein besseres bzw. wertigeres AMOLED-Display und eine bessere Kamera freuen. Äusserlich sehen sich die beiden Modelle sehr ähnlich.

Das 6,4 Zoll AMOLED-Display bietet eine scharfe FullHD-Auflösung und eine flüssige Bildwiederholrate von 90 Hertz. Der Fingerabdrucksensor befindet sich direkt im Display, so wie wir das auch von den teureren Modellen kennen. Unter der Haube gibt es mit dem MediaTek Helio G80 einen Prozessor, der leistungstechnisch im unteren Mittelfeld angesiedelt ist. Alltägliche Dinge, wie Surfen oder die Nutzung von Social Media, stellen für den Prozessor, der von 4 GB Arbeitsspeicher flankiert wird, jedoch kein Problem dar.

Für Fotos steht eine Quad-Kamera zur Verfügung. Die Hauptkamera schiesst Fotos mit bis zu 64 Megapixeln. Hinzu kommen eine 8-MP-Ultraweitwinkel, eine 5-MP-Makro- und eine 5-MP-Tiefenkamera. Der Akku misst ordentliche 5000 mAh und dürfte angesichts der gebotenen Ausstattung für gute Laufzeiten sorgen. Geladen wird via USB-C-Anschluss mit maximal 15 Watt.

Die Stärken: Display, Hauptkamera
Die Schwächen: Makro- und Tiefenkamera, langsames Laden, kein 5G

Preis: ca. 200 Franken

Samsung Galaxy A13

Das Samsung Galaxy A13 in Schwarz
Bild: Samsung

Mit einem Preis von ca. 180 Franken kostet das Samsung Galaxy A13 nochmals etwas weniger als das Galaxy A32 4G. Der günstigere Preis wirkt sich nicht wirklich überraschend direkt auf die gebotene Ausstattung aus. Zwar gibt es auch beim Galaxy A13 ein Display mit einer scharfen FullHD-Auflösung, jedoch unterstützt es keine höhere Bildwiederholrate.

Beim Prozessor setzt Samsung auf das Eigengewächs Exynos 850 mit 4 GB Arbeitsspeicher. Sagen wir es mal so: Schnell ist der verbaute Prozessor nicht. Dafür gibt es eine durchaus brauchbare Quad-Kamera. Sie besteht, wie mehr oder weniger üblich in der Preisklasse unter 200 Franken, aus einer 50-MP-Haupt-, einer 5-MP-Weitwinkel- und einer 2-MP-Makrokamera. Ergänzt wird das Setup durch eine Tiefenkamera mit 2 MP. Der 5000 mAh Akku lässt sich mit 15 Watt aufladen.

Die Stärken: Hauptkamera
Die Schwächen: Prozessor, Makro- und Tiefenkamera, langsames Laden, kein 5G

Preis: ca. 180 Franken

Nokia G21

Das Nokia G21 in Braun
Bild: HMD Global

Mit ca. 160 Franken ist das Nokia G21 relativ günstig. Der Preis wirkt sich aber unweigerlich auf die Ausstattung aus. Angefangen beim Prozessor. Der UniSoc T606 in Kombination mit 4 GB Arbeitsspeicher erreicht keine besonders gute Performance. Auch das LC-Display löst lediglich mit HD+-Auflösung auf, was bei einer Diagonale von 6,52 Zoll schon eher grenzwertig ist. Immerhin bietet der Bildschirm mit 90 Hertz eine flüssige Darstellung der Inhalte, vorausgesetzt der Prozessor macht mit.

Was für das Nokia G21 spricht, ist die gute Update-Politik. Während 36 Monaten versorgt Nokia das G21 mit Android-Sicherheitsupdates. Grosse Versions-Updates von Android gibt es immerhin während 24 Monaten. Es ist somit mit zwei grossen Android-Updates zu rechnen. Für das G21 spricht darüber hinaus die gute Hauptkamera, welche von Samsung stammt. Der 5050 mAh liefert überdies überzeugende Akkulaufzeiten.

Die Stärken: Hauptkamera
Die Schwächen: Prozessor, Display/Auflösung, langsames Laden, kein 5G

Preis: ca. 150 Franken

Mehr zum Thema Smartphones:

Hinterlasse einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Samsung lädt am 17. März zu einem neuen Unpacked-Event

Wahnsinn! Dieses Smartphone kostet 2500 US-Dollar

OnePlus stösst zu Oppo: Wird jetzt OxygenOS durch ColorOS ersetzt?

Samsung Galaxy S22 vs. Galaxy S21: Lohnt sich das neue Modell?

Huawei P50 Pro kommt nach Europa, erste Leaks zum Klapp-Handy Mate V

LG Wing: Das wohl ungewöhnlichste Smartphone im Test