Das Honor Magic 3

Die Schweiz ist dabei: Honor kündigt globales Comeback an und stellt neue Smartphones vor

Die ehemalige Huawei-Tochter hat heute auf einem Event in China mit der Honor Magic 3-Serie nicht nur neue Smartphones präsentiert, sondern auch das globale Comeback offiziell angekündigt. Die gute Nachricht für die Schweiz: Auch hierzulande wird Honor seine künftigen Smartphones verkaufen.

In 50 Länder wird Honor aktiv
Screenshot: Livestream Honor

Insgesamt hat der chinesische Hersteller weit über 50 Länder genannt, wo man in den nächsten Wochen und Monaten expandieren möchte. Neben der Schweiz sind auch etwa unsere Nachbarländer Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich mit von der Partie.

“Go Beyond”: Honor sieht sich im gehobenen Preissegment

Unter dem Motto “Go Beyond” (zu Deutsch: weitergehen) möchte sich Honor im gehobenen Preissegment etablieren. Das wird auch gleich mit den angekündigten Preisen der neuen Magic 3-Serie untermauert. 1499 Euro (ca. 1623 Franken) soll das Topmodell Honor Magic 3 Pro+ in Europa kosten – ein gewagter, wenn nicht sogar ziemlich risikoreicher Preis.

Unter der Magic-Serie werden künftig die unangefochtenen Flaggschiff-Smartphones vertrieben. Weiterhin werden Premium-Smartphones bzw. die gehobenen Smartphones unter der Honor-Reihe (beispielsweise Honor 50) verkauft. Dazu gesellt sich noch die X-Reihe, wo dann die günstigeren Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones zu finden sind.

Qualcomm ist mit an Bord – auch Google?

Honor wurde von Huawei abgekapselt, damit man wieder ohne Einschränkungen an Smartphones und weiteren Produkten arbeiten kann. Auch wenn Honor heute ein Comeback für den globalen Markt angekündigt hat, wurde eine verdammt wichtige Frage nicht beantwortet: Ist Google mit an Bord?

Tatsächlich verlor Honor keine Silbe über dieses Thema. Auch wenn es in der Vergangenheit schon mal mehr oder weniger bestätigt wurde, gibt es bis jetzt noch keine offizielle Bestätigung in schriftlicher oder mündlicher Form dazu. Wir gehen zwar davon aus, dass Google dabei ist, aber eben, ganz so klar ist es noch nicht.

Vermutlich fehlt ganz einfach noch die definitive Bestätigung seitens Google..

In diesen Farbvarianten werden das Honor Magic 3 und Magic 3 Pro verkauft | Bild: Honor Livestream

Honor Magic 3-Series: Diese drei Smartphones wurden präsentiert

Es steht zwar jetzt Honor drauf, aber irgendwie erinnert mich die Magic 3-Serie an Huawei. Das liegt nicht nur an der Bezeichnung der gezeigten Smartphones Honor Magic 3, Magic 3 Pro und Magic 3 Pro+, sondern ebenfalls am Aussehen der Geräte. Der “Huawei-Flair” dürfte künftig nach und nach verschwinden.

Die Optik der Magic 3-Serie erinnert unweigerlich an das Huawei Mate 40 Pro, insbesondere das kreisförmige Kamera-Setup auf der Rückseite. Wer weiss, vielleicht hätte genau so die Mate 50-Serie ausgesehen, wenn da nicht das US-Embargo in die Quere gekommen wäre.

Die drei Modelle unterscheiden sich in mehreren Punkten – schliesslich muss der höhere Preis ja gerechtfertigt werden. Im Honor Magic 3 gibt es den Qualcomm Snapdragon 888, im Magic 3 Pro und Magic 3 Pro+ sogar den brandneuen und leicht schnelleren Snapdragon 888+. Dieser wird von bis zu 12 GB RAM und 512 GB interner Speicherplatz flankiert.

Nur das Magic 3 Pro und Pro+ verfügen über eine IP68-Zertifizierung. Damit überleben die beiden Geräte ein Bad in bis zu eineinhalb Metern Wassertiefe für bis zu 30 Minuten. Ob das Magic 3 zumindest etwas wasserabweisend ist, geht aus der Ankündigung leider nicht hervor.

Keine Unterschiede gibt es in puncto Display. Es gibt ein 6,76 Zoll OLED-Display mit FHD+-Auflösung, einer 120 Hz Bildwiederholrate und 10-Bit-Farbtiefe. In der pillenförmigen “Punch-Hole” befindet sich eine 13 MP-Selfie-Kamera und ein ToF-Sensor. Dieser gewährleistet ein hohes Mass an Sicherheit bei der Nutzung der Gesichtserkennung zur Entsperrung des Smartphones.

Auch in allen drei Modellen gibt es einen 4600 mAh Akku. Dieser lässt sich mit 66 Watt kabelgebunden oder mit 50 Watt kabellos aufladen. Die grössten Unterschiede sind wenig überraschend bei der Hauptkamera zu finden. Allen drei Modelle sind mit einem anderen Kamera-Setup ausgestattet. Hierfür schaut euch am besten folgende Bilder an:

Das Kamera-Setup des Topmodells Honor Magic 3 Pro+ | Screenshot: Honor Livestream
Honor Magic 3 Pro
Die Kameras im Honor Magic 3 und Magic 3 Pro | Screenshot: Honor Livestream

Gesalzen: Der Preis für das Topmodell

Ich hab es weiteroben schon geschrieben: Ja, Honor möchte vom “Billig-Image” weg und möchte sich neu im gehobenen Preissegment positionieren. Ob das die richtige Strategie ist, wird sich zeigen. Für meinen Geschmack ist der Preis für das Topmodell Honor Magic 3 Pro+ mit 1499 Euro (ca. 1623 Franken) definitiv zu hoch angesetzt.

Zusammengefasst sehen die Preise für Europa wie folgt aus:

  • Honor Magic 3: 899 Euro
  • Honor Magic 3 Pro: 1099 Euro
  • Honor Magic 3 Pro+: 1499 Euro

Noch liegen uns keine offiziellen Preise für die Schweiz vor.

Bruno Rivas

Egal, ob Smartphone, Tablet, TV, Elektroauto oder sonst was. Technik begeistert mich und ist eine grosse Leidenschaft von mir.

2 Comments

  • Finde es scheisse das honor nicht in der schweiz alle hands bringt. Swisscom oder Salt, Sunrise ein Vertrag mit honor machen wie apple oder Samsung..Ich habe die schnauze voll, von den samsungs falthandy die ehrlich 5mal schlechter ist als das
    Honor V2 und das Honor V Purse!!!!!!!!! Aber nein die Schweizer müssen sich mit den schlechteren Produkten zufrieden geben….ich finde das nur traurig,eines der reichsten Länder,können nicht eines der weitaus besten Falthandys die auf den markt kommen in der schweiz anbieten……EINFACH SCHEISSE!!!!!!!!!!

    • Ja, die Sache mit Honor ist traurig. Die Hürden (aus Sicht von Honor) sind:

      Die Schweiz ist weltweit gesehen, kein wichtiger Markt, auch wenn wir eine hohe Kaufkraft haben. Gleichzeitig ist die Schweiz ein Appel- und Samsung-Land und damit schwierig zu knacken. Schweizer sind sehr Markentreu und wechseln eine Marke nicht so schnell. Wer hier Fuss fassen will, muss also sehr, sehr viel Geld für Marketing ausgeben. Hinzu kommen aber auch noch Kosten für Dinge wie Personal, Logistik, Vertriebsnetz, Reparatur-Netzwerk, etc. Honor muss das alles neu aufbauen und so was kostet sehr viel Geld. Zumal Swisscom, Sunrise und Salt die Geräte auch nicht einfach so von sich aus in den Läden anbieten. Oft müssen Hersteller, die nicht so beliebt sind wie Apple oder Samsung, dafür bezahlen, dass Swisscom und Co. sie ins Sortiment aufnehmen – und zwar nicht wenig.

      Durch den Ukrainekrieg, die dadurch resultierende Inflation und auch Lieferengpässen bei Bauteilen, sind chinesische Hersteller in Europa zusätzlich herausgefordert. Vivo zum Beispiel, hatte 2020 noch geplant, in die Schweiz zu expandieren. Mittlerweile ist dieses Vorhaben (inoffiziell) auch gestorben.

      Ich habe letzthin mit einem Branchenexperten gesprochen und er hat gemeint, dass er nicht davon ausgeht, dass Honor noch in die Schweiz kommt.

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