Diese Smartphone-Trends erwarten dich 2021

Tschüss 2020, willkommen 2021! Wir wagen einen kleinen Ausblick auf die kommenden Monate und verraten dir schon heute, auf welche Smartphone-Trends und -Entwicklungen du dich freuen kannst. Eins sei schon hier verraten: Ja, auch das 2021 wird aus Sicht eines Smartphone-Junkies ein sehr spannendes Jahr.

Eines der ersten Foldables: Das Samsung Galaxy Fold 5G | Bild: vybe

Foldables werden bezahlbar(er)

2019 hat Samsung mit dem Galaxy Fold sein erstes Foldable präsentiert und nach anfänglicher Schwierigkeiten auch in der Schweiz auf den Markt gebracht. Im letzten Jahr hat Samsung mit dem Galaxy Z Flip (5G) und dem Galaxy Z Fold2 zwei weitere „faltbare Smartphones“ lanciert. Neben Samsung verkauft auch Motorola ein erstes Foldable, wobei dieses in der Schweiz nur wenig Beachtung fand.

Alle bisherigen Foldables haben eines gemeinsam: Im Vergleich zu den „normalen“ Smartphones sind sie noch extrem teuer. Ein Beispiel: Das Samsung Galaxy Z Fold2 kostet auch heute noch um die 1500 Franken – obwohl es schon ein paar Monate auf dem Buckel hat. Im Laufe dieses Jahres soll Samsung nun aber ein „Lite“-Modell eines Foldables geplant haben, welches knapp unter 1000 Franken kosten soll.

Klar, auch das ist nicht wirklich günstig, aber es geht in die richtige Richtung.

Ein Konzept eines „Rollables“: Das OPPO Enco X | Bild: OPPO

Smartphones werden neu „gerollt“

Wie jetzt, „rollbare Smartphones“? Gut, hier meine ich nicht das Smartphone selbst, sondern natürlich das Display. Künftig soll sich neben den Foldables eine weitere Kategorie etablieren: Die Rollables. Ja, die Displays dieser Smartphones lassen sich zusammenrollen. Zuletzt hat OPPO mit dem OPPO X einen Prototyp mit zusammenrollbaren Display präsentiert. Doch auch LG soll an einem Smartphone mit einem solch besonderen Display arbeiten.

Dass LG tatsächlich zusammenrollbare Displays bauen kann, hat man bereits als sündhaft teuren Smart-TV gezeigt. Bleibt zu hoffen, dass Smartphones mit zusammenrollbaren Displays nicht derart viel kosten werden.

Das ZTE Axon 20 5G ist das erste in Massenproduktion gefertigte Smartphone mit der „unsichtbaren“ Selfie-Kamera. | Bild: ZTE

Selfie-Kameras werden unsichtbar

Die Vorderseite der aktuellen Smartphones sehen sehr ähnlich aus. Entweder ist da eine Notch oder ein kleines Loch im Display. Dort befindet sich dann jeweils die Selfie-Kamera. Künftig soll diese komplett verschwinden. Das bedeutet nicht, dass man auf eine Selfie-Kamera verzichten muss – ganz im Gegenteil. Sie ist natürlich weiterhin vorhanden, nur sieht man sie nicht. Der Clou: Die Selfie-Kamera befindet sich direkt hinter bzw. unter dem Display.

Das ZTE Axon 20 5G ist das weltweit erste in Massenproduktion gefertigte Smartphone mit einer „Under-Screen-Camera“. In diesem Jahr dürften weitere Smartphones folgen, darunter auch von Samsung.

Mehr Power und trotzdem weniger Akkuverbrauch. Das sollen die neuen 5-Nanometer-Chips wie der Samsung Exynos 2100 ermöglichen. | Bild: Samsung

Highend-Smartphones werden (noch) schneller und trotzdem effizienter

Apple und Huawei haben bereits im letzten Jahr mit dem A14 Bionic bzw. Kirin 9000 einen im 5-Nanometer-Verfahren gefertigter Highend-Chipsatz vorgestellt. In diesem Jahr gesellen sich Samsung (Exynos 2100), Qualcomm (Snapdragon 888) und vermutlich etwas später auch MediaTek dazu.

Der Vorteil der geringeren Strukturbreite? Die 5-Nanometer-Chipsätze liefern noch mehr Leistung bei einem gleichzeitig reduziertem Stromverbrauch. Das hört sich doch gut an, oder?

Bild von Helmut H. Kroiss auf Pixabay

5G wird „salonfähig“

Die oben genannten Highend-Chipsätze unterstützen natürlich schon alle den 5G-Standard. In diesem Jahr dürfte der neue Mobilfunkstandard definitiv salonfähig werden. Qualcomm hat gleich zu Jahresbeginn den Qualcomm Snapdragon 480 vorgestellt, welcher Anfang 2021 in ersten Budget-Smartphones eingesetzt wird. Dieser SoC hat ein 5G-Modem integriert und ermöglicht damit auch in preiswerten Smartphones um die 200 Franken den 5G-Standard zu nutzen.

Immer mehr: Das Samsung Galaxy S20 Ultra war eines der ersten Smartphones mit 108 MP-Kamera. Künftig sollen noch mehr Megapixel in Smartphones Einzug halten. | Bild: vybe

Megapixel-Wahn geht weiter – 200 MP und mehr im Anflug

Ende 2019 hat Samsung den ersten 108 Megapixel-Sensor in Zusammenarbeit mit Xiaomi vorgestellt. Im Laufe des letzten Jahres liess Samsung dann schon mal durchsickern, dass man künftig auch Smartphone-Sensoren mit einer Auflösung von 600 Megapixeln entwickeln möchte. Noch ist man zwar noch nicht so weit, aber in diesem Jahr werden wir erste Smartphones mit 200 MP-Kamera sehen.

Ein möglicher Kandidat für die 200 MP-Kamera wäre das Xiaomi Mi 11 Pro.

Das Smartphone wird sich 2021 noch schneller mit und ohne Kabel aufladen lassen. | Bild: vybe

Smartphones lassen sich ultraschnell mit und ohne Kabel aufladen

Xiaomi hat es im letzten Jahr vorgemacht und mit dem Mi 10 Ultra ein erstes Smartphone gezeigt, welches sich via USB-C-Anschluss mit bis zu 120 Watt aufladen lässt. Zwar wird dieser Wert in der Praxis kaum erreicht, dennoch ist die Ladegeschwindigkeit sehr beeindruckend. Andere Hersteller wie OPPO oder Huawei sind bei 65 bzw. 66 Watt via Kabel. 2021 dürfte der Trend bei vielen Herstellern, insbesondere aus China, in Richtung 100 Watt gehen.

Doch nicht nur via Kabel lassen sich Smartphones immer schneller laden. Auch Wireless-Charging hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Es ist zu erwarten, dass in Bezug auf das kabellose Laden in diesem Jahr weitere, grosse Fortschritte gemacht werden.

Das Samsung Galaxy S21 Ultra hat bereits einen UWB-Chip integriert. | Bild: Samsung

UWB gewinnt an Bedeutung

UWB (Ultrawideband/Ultrabreitband) ist eine Funktechnologie, welche aktuell noch nicht sehr verbreitet in Smartphones ist. Tatsächlich ist ein entsprechender Ultrabreitband-Chip nur in den iPhone 12-Modellen, im Galaxy Note20 Ultra und Galaxy S21 Ultra verbaut. Weitere Hersteller dürften folgen, darunter möglicherweise auch Google selbst. Schliesslich hat Google bereits eine Schnittstelle (API) für Android angekündigt.

Und was kann man mit UWB machen? Nun, theoretisch könnte so unser Smartphone den Autoschlüssel – oder ein sonstiger mit UWB-kompatibler Schlüssel – ersetzen. Apropos Schlüssel: Erste Hersteller haben bereits kleine UWB-Chips angekündigt, welche beispielsweise an einen Schlüsselbund angebracht werden können. Über die Technologie lässt sich der Schlüsselbund dann ziemlich genau orten.

Auch kann UWB als Datentransfer genutzt werden. Daten können darüber in rasend hohen Tempo von einem zum anderen Smartphone gesendet werden. Du siehst, UWB ist eine sehr vielfältige Technologie mit viel Potenzial. Dieses könnte 2021 endlich ausgeschöpft werden – zumindest teilweise.

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