Technik

Fritz!Box 6850 5G: Diese 5G-Datenabos stehen dir in der Schweiz zur Verfügung

Fritz!Box 6850 5G SIM-Karte

Du willst dir also Internet via 5G zulegen. Du hast dich informiert, was du zuvor beachten musst, eine Fritz!Box 6850 5G gekauft und nun soll noch das passende Abo her. Doch aufgepasst: Nicht nur unterscheiden sich 5G-Abos teilweise stark, du kannst auch nicht jedes 5G-Abo für einen Router nutzen. Hier gibt’s die Übersicht.

Warum geht nicht jedes 5G-Abo für meinen Router?

Mittlerweile gibt es bei fast allen Mobile-Abos 5G inklusive. Also könntest du im Prinzip einfach ein herkömmliches 5G-Handyabo lösen und die SIM-Karte in deine Fritz!Box stecken, korrekt? Nicht ganz. Technisch ist das kein Problem. Deine Fritz!Box wird die SIM-Karte deines Handy-Abos genauso wie die SIM-Karte deines 5G-Datenabos nutzen könnnen.

Fritz!Box 6850 5G
Passen tut jede 5G-SIM-Karte in die Fritz!Box 6850 5G, aber nicht jede solltest du verwenden. | Bild: vybe

Allerdings haben die Mobilfunkprovider nicht gerne, wenn du den Datentarif für ein Smartphone anderweitig einsetzt. So steht dann auch in den meisten AGB der Mobilfunkanbieter, dass SIM-Karten von Handy-Tarifen nicht für Router genutzt werden dürfen. Ob sie es merken, wenn du es trotzdem tust? Schwierig. Wenn es ihnen aber auffällt, musst du damit rechnen, dass dein Abo gekündigt wird.

Wie viel sollte ein 5G-Abo kosten?

Gute 5G-Abos gibt es bereits für rund 30 Franken. Auf keinen Fall solltest du dir ein 5G-Abo für 70 Franken oder mehr aufschwatzen lassen – ausser natürlich, du brauchst eine wirklich hohe Up- und Downloadrate. Wenn du die 5G-Fritzbox wirklich als Ersatz für einen kabelgebundenen Anschluss nutzen möchtest, solltest du mindestens eine Downloadgeschwindigkeit von 50 Mbit/s wählen. Wenn du viel im Netz unterwegs bist und viele Geräte gleichzeitig verbunden hast, sind mindestens 100 Mbit/s und mehr die bessere Wahl.

Fritz!Box 6850 5G
In der Theorie schafft die Fritz!Box 6850 5G bis zu 1300 Mbit/s. Das leisten aber nur wenige 5G-Datenabos. | Bild: vybe

Die wichtigsten 5G-Datenabos in der Schweiz

Nachfolgend findest du eine Liste der relevanten Anbieter in der Schweiz, die reine 5G-Datenabos im Angebot haben, die du mit deiner 5G-Fritzbox nutzen kannst. Dass Swisscom nicht dabei ist, ist kein Zufall: Bisher hat der grösste Schweizer Mobilfunkanbieter kein reines 5G-Datenabo im Programm. (Stand 20. Juni 2023).

Digital Republic

Digital Republic sind die jungen Wilden in der Schweizer Mobilfunkszene und haben sich ganz auf Datentarife spezialisiert. Dabei bist du bereits ab 4 Franken, allerdings ist dieser Tarif nur für Tracker und Sensoren geeignet, da nur 0,4 Mbit Downloadrate bietet.

Besser beraten bist du mit dem Abo «Flat 300», das es für 30 Franken pro Monat gibt. Dafür gibts 300 Mbit/s Download- und 150 Mbit/s Uploadrate. Attraktiv ist das Angebot aber, weil du keine Mindestvertragslaufzeit hast, das Abo also immer auf Ende Monat kündigen kannst.

Teleboy

Bei Teleboy gehen die Abos bei 10 Franken pro Monat los. Dafür bekommst du 10 Mbit/s maximale Downloadgeschwindigkeit. Für den Heimeinsatz mit deiner Fritz!Box eher nicht geeignet. Schon besser sieht es da beim Tarif für 20 Franken aus: Hierfür kriegst du immerhin 50 Mbit/s maximale Downloadrate.

Genau wie bei Digital Republic kriegst du auch bei Teleboy 300 Mbit/s Downloadrate für 30 Franken. Wie hoch die Uploadrate ist, lässt sich aus der Angebotsübersicht nicht entnehmen. Schade: Zwar gibt es keine Mindestvertragslaufzeit, allerdings bezahlst du 49 Franken Aufschaltgebühr – im Gegensatz zu Digital Republic.

Sunrise

Auch Sunrise hat sich mittlerweile ins Rennen um 5G als Kabelalternative eingeschaltet. Los geht es mit 12,50 Franken für 100 Mbit/s Downloadrate. Aber Achtung: Dieser Preis gilt nur für die ersten 24 Monate, danach bezahlst du 20 Franken. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt einen Monat, du kannst also immer auf Ende jeden Monats kündigen.

Richtig schnell wird es mit dem Abo «We Connect WiFi»: 2 Gbit/s Downloadrate gibt’s für nur 30 Franken pro Monat. Das ist preiswert. Aber auch hier: Dieser Preis gilt nur begrenzt – und zwar für nur 12 Monate. Danach kostet das Abo 60 Franken. Es kommt sogar noch dicker: Du musst eine Mindestvertragsdauer von 24 Monaten einhalten und bezahlst damit auf jeden Fall ein Jahr lang 60 Franken pro Monat.

Yallo

Yallo ist die Tochterfirma von Sunrise, die sich im Billigsegment mit Wingo und Co. ein Rennen um preisbewusste Kund:innen liefert. Den 5G-Datentarif gibt’s ab 9 Franken. Dafür gibt es moderate 21 Mbit/s Downloadrate und 8 Mbit/s Upload. Aber Achtung. Dieser Preis gilt nicht immer. Der reguläre Tarif ist 39 Franken, allerdings führt Yallo praktisch jeden Monat Aktionen durch, bei denen die Abogebühr auf 9 Franken reduziert wird.

Wenn du richtig Speed möchtest, solltest du zum Abo «Yallo Go! Max» wechseln. Dieses bietet 2 Gbit/s Downloadrate und 300 Mbit/s Uploadspeed. Mit etwas Glück erwischst du auch hier eine Aktion: Das Abo wird regelmässig auf 29 Franken pro Monat reduziert. Für «Yallo Go!» als auch «Go! Max» gibt es keine Mindestvertragslaufzeit. Die Aufschaltgebühr beträgt 59 Franken, wird aber manchmal geschenkt.

Lebara

Eine weitere Tochter von Sunrise im Billigsegment. Auf der Website gibt es einen 5G-Datentarif der 39 Franken kostet, aber oft auf 15 Franken runtergesetzt ist. Dafür bekommst du 300 Mbit/s Downloadrate auf dem Sunrise-Netzwerk. Wie bei Yallo gibt es keine Mindestvertragslaufzeit, allerdings eine Aufschaltgebühr von 59 Franken.

Quickline

Quickline mischt erst seit Kurzem in der ganzen Schweiz mit. Beim 5G-Datentarif gibt es nur ein Abo. Dieses bietet dafür 2 Gbit/s Download und bis zu 150 Mbit/s Uploadspeed und kostet 59 Franken. Wer unter 30 Jahre ist oder ein qualifiziertes Internet-Abo von Quickline hat, bezahlt nur 29 Franken.

Achtung: Quickline verrechnet dir 40 Franken Aufschaltgebühren. Ausserdem geht aus der Produktübersicht nicht hervor, ob das Abo eine Mindestlaufzeit hat oder nicht. Dafür gibt es eine Aufschaltgebühr von 40 Franken.

Salt

Schliesslich möchte auch noch Salt bei den 5G-Datenabos mitreden. Überzeugen möchte man mit drei Abos. Das günstigste kostet 9,95 Franken, das Teuerste kostet 35 Franken. Über die Geschwindigkeit macht Salt auf der Produktseite keine Angaben. Laut dem Vergleichsdienst Dschungelkompass liegt der Speed zumindest beim teuersten Tarif bei 150 Mbit/s Downloadspeed.

Aktuell gibt es eine Aktion, mit der du das teuerste Abo für den halben Preis bekommst. Berechnen tut dir Salt dafür die Aufschaltgebühr von 59 Franken.

Unser Favorit: Digital Republic

Digital Republic punktet mit einer transparenten und übersichtlichen Kostenstruktur. Die Möglichkeit, monatlich zu kündigen, bieten zwar auch einige Konkurrenten, allerdings verlangen diese teilweise saftige Aufschaltgebühren von bis zu 59 Franken. Mit 30 Franken für 300 Mbit/s Download hat Digital Republic auf den ersten Blick zwar nicht das günstigste Angebot, allerdings eines, ohne Kleingedrucktes, denn: Viele der günstigeren Angebote sind an Mindestvertragslaufzeiten gekoppelt oder der Rabatt läuft nach einer gewissen Zeit aus.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit AVM entstanden.

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4 Kommentare zu “Fritz!Box 6850 5G: Diese 5G-Datenabos stehen dir in der Schweiz zur Verfügung

  1. furrore sagt:

    Als Salt Kunde kann ich zu meinem bestehenden Handy Abo eine reine Daten Simkarte beziehen für 10.- Franken pro Monat. Die Leistung entspricht dem Datentarif des 35.- Franken Angebotes, ist also unlimitiert und bietet in allen Tarifen 5G Geschwindigkeit. Ebenfalls nicht aufgeführt, Galaxus Mobile. Ab 19.- Franken, mit 5G, keine reine Datenkarte, sondern mit Rufnummer. Eigentlich ideal für eine FRITZ!Box, denn die Rufnummer kann dank DECT Basis als Festnetz Ersatz verwendet werden. Im Gegensatz zu Salt ist Galaxus Mobile monatlich kündbar.

    Randbemerkung. Wenn ich hier den Artikel lese, https://vybe.ch/fritzbox-5530-fiber-xgs-pon-ausgepackt-und-ein-ersteindruck/ ist mein erster Eindruck, weshalb benötige ich bei den erreichten Geschwindigkeiten die 6850 in der 5G Variante? Die FRITZ!Box 6850 LTE gibt es für rund 180.- Franken!

    1. Pascal Scherrer sagt:

      Hey Furrore

      Merci, für das Feedback. Das mit Salt ist natürlich praktisch, wenn du diese Option hast. Hast du da mal in die AGB geschaut, ob Salt gewisse Nutzungen (z.B. Router) ausschliesst? Das wäre noch spannend. Manche Anbieter haben solche Zusatzkarten, erlauben sie laut AGB aber nur für gewisse Geräte (z.B. Tracker).

      Zu Galaxus: Ja, das ist natürlich günstig, aber da es sich nicht um ein reines Datenabo handelt, ist es nicht in dieser Liste. Warum Mobil-Abos ein Problem beim Einsatz in Routern sein kann, steht in der Einleitung. Wie es bei Galaxus ist, weiss ich nicht, wenn es für Router genutzt werden darf, ist das natürlich ein unschlagbares Angebot.

      Zur Frage, wieso die 5G oder LTE-Box: In der Praxis ist das halt sehr knifflig. Wenn du in der Stadt wohnst, mag 4G flächendeckend vorhanden sein und top funktionieren. Auf dem Land ist LTE (z.B. in der Ostschweiz) oft nicht so toll. Swisscom hat da klar einen Vorsprung, Sunrise und Salt sind hinterher. Damit sie diese Lücke schliessen konnten, sind sie dann zügig auf 5G umgestiegen. Somit gibt es Regionen, die eine super 5G-Abdeckung haben, aber bei 4G raufst du dir die Haare. (Auch wenn die Abdeckungskarten der Anbieter was anderes behaupten). Du musst auch bedenken, dass 5G-Antennen mehr Bandbreite liefern – und da du dir eine Antenne immer mit anderen teilst, bleibt für dich mehr Speed übrig, wenn du dir die Antenne mit 200 anderen teilst, als bei 4G.

      1. Furrore sagt:

        Hallo Pascal

        Betreffend der Einleitung zum Artikel. Aus dem Satz werde ich nicht schlau: “Deine Fritz!Box wird die SIM-Karte deines Handy-Abos genauso wie die SIM-Karte deines 5G-Datenabos.”

        Die Salt Karte nutze ich seit rund 2 Jahren in FRITZ!Boxen (6890LTE nun 6850LTE) ohne Einschränkung und vollem (LTE) Speed. Ich habe in der Familie LTE FRITZ!Boxen mit der Salt Sim Karte und Zattoo im Einsatz läuft perfekt. Exzessive Nutzung ist bei allen Anbietern in den AGBs ausgenommen, mit irgendeiner juristischen Formulierung. Selbst die Handyhotspot Funktion wird oft in AGBs eingeschränkt.

        Zum Thema 4G oder 5G. Die Handyantenne von Salt wurde hier im Juni 2023 auf 5G umgestellt. Mein 5G Handy erreicht hier im 200 Seelen Dorf in der Zentralschweiz keine besseren Werte als die LTE Box von AVM. Hintergrund: Dynamic Spectrum Sharing – Quelle: https://blog.wdr.de/digitalistan/warum-5g-quasi-auf-kruecken-daher-kommt/ Fakt ist, gerade auf dem Land sind viele Antennen nicht mit Glasfaser erschlossen, sondern per Richtfunk.

        Dass AVM bei der 6850LTE nur ein 150Mbit/s LTE Modul und bei der 6890 ein 300er verbaut ist aus meiner Sicht die grösste Einschränkung. Der Aufpreis auf 5G ist mir zu happig. Die Kombination einer FRITZ!Box 4060 mit Wi-Fi 6 und ein 5G günstig Handy per USB angeschlossen. Mein persönlicher Geheimtipp, wenn auf 5G nicht verzichtet werden will: https://avm.de/service/wissensdatenbank/dok/FRITZ-Box-4060/1205_FRITZ-Box-fur-Internetzugang-uber-Android-Smartphone-einrichten-USB-Tethering/

        Gruss
        Furrore

        1. Pascal Scherrer sagt:

          Ah ja, bei dem Satz fehlt was. Das sollte heissen, dass die 5G-Fritzbox eine SIM-Karte eines normalen Handy-Abos genauso nutzen kann, wie diejenige eines Datenabos.

          Zu deiner Nutzung: Wir schreiben das einfach als Hinweis und merken darunter ja auch an, dass es wohl kaum einem Anbieter auffallen dürfte, wenn man die SIM fürs Handy anderweitig einsetzt.

          Zum Rest: Ja, bei deiner Situation verstehe ich, dass du in der 5G-Box keinen Mehrwert siehst.

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