Technik

Garmin Venu 3 vs. Venu 2 (Plus): Das sind die Neuerungen

Die Garmin Venu 3 am Handgelenk eines Sportlers

Was sich schon vor Monaten abzeichnete, ist seit heute offiziell: Garmin hat mit der Venu 3-Reihe seine neueste Fitness-Smartwatch präsentiert. Genau genommen sind es mit der Venu 3 und Venu 3S gleich zwei neue Modelle, wobei es sich im Endeffekt einfach nur um zwei verschieden grosse Smartwatches handelt. Technisch unterscheiden sie sich nur geringfügig.

Doch wie sieht es im Vergleich zur Venu 2 oder Venu 2 Plus aus? Was hat sich getan? Sagen wir es mal so: Im Vergleich zur Venu 2 Plus halten sich die Neuerungen in Grenzen und sind bei der Software zu finden. Grösser fällt der Unterschied zur Venu 2 aus, die allerdings auch schon etwas älter ist. Welche das im Detail sind, erfährst du auf den nächsten Zeilen.

Design und Display

Die Garmin Venu 3 und Venu 3S orientieren sich beim Design an der Venu 2 Plus aus dem Vorjahr. Die Venu 3 verfügt über ein 45-mm- und die Venu 3S über ein 41-mm-Gehäusedurchmesser. Garmin hat vom Plus-Modell einerseits die verkleinerten Bildschirmränder übernommen, die sich positiv auf die Grösse des Displays auswirkt. Andererseits gibt es bei der Venu 3 neu auch drei physische Tasten auf der rechten Gehäuseseite. Bei der Venu 2 gab es nur deren zwei.

Die Garmin Venu 3 verfügt neu über ein 1,4 Zoll Display mit einer Auflösung von 454 x 454 Pixel, bei der Venu 2 mit 45-mm-Durchmesser gab es „nur“ ein 1,3 Zoll Display mit 416 x 416 Pixel. Die Venu 3S ist neu mit einem 1,2 Zoll Display ausgestattet, während bei der Venu 2 noch ein 1,1 Zoll Display verbaut wurde. Allerdings ist bei der Venu 3 der Gehäusedurchmesser um 1 mm grösser (40 vs. 41 mm).

Im Alltag dürften die 0,1 Zoll mehr Display kaum wahrgenommen werden. Allerdings sieht eine Smartwatch mit weniger Bildschirmrand meiner Meinung nach einfach besser aus. Klar, wie immer ist das eine Geschmacksache.

Garmin Venu 3Garmin Venu 2 PlusGarmin Venu 2
Durchmesser45 mm45 mm45 mm
TechnologieOLEDOLEDOLED
Displaydiagonale1,4 Zoll1,3 Zoll1,3 Zoll
Auflösung454 x 454 Pixel416 x 416 Pixel416 x 416 Pixel
Material UhrenglasCorning Gorilla Glass 3Corning Gorilla Glass 3Corning Gorilla Glass 3

Ausstattung und Software

Garmin stattet die Venu 3-Reihe mit dem PPG-Sensor Elevate V5 aus, der ebenfalls im teuren Flaggschiff-Modell Fenix 7 Pro zum Einsatz kommt. Er verspricht eine noch akkuratere Herzfrequenzmessung und kann theoretisch auch ein EKG erstellen. Allerdings ist die EKG-Funktion bei der Venu 3-Reihe zum Zeitpunkt der Artikelerstellung (Ende August 2023) noch nicht in Betrieb, was wohl der ausstehenden Zertifizierung geschuldet ist.

Dank integriertem Mikrofon und Lautsprecher kann man mit der Venu 3-Reihe nun auch Anrufe entgegennehmen. Das ist etwas, was Garmin bereits bei der Venu 2 Plus eingeführt hat, aber bei der Venu 2 noch fehlte. Falls die Venu 3 mit einem Android-Smartphone verwendet wird, gibt es neu auch eine Freitext-Tastatur worauf auf Nachrichten direkt von der Uhr geantwortet werden kann.

Die Garmin Venu 3 bietet neu einen Rollstuhlmodus
Bild: Garmin

Bei der Software ist mir sonst noch die neue Nickerchenerkennung ins Auge gefallen. Sie hilft laut Garmin dabei einzuschätzen, ob das Nickerchen effizient war und wann bzw. wie lange man sich am besten hinlegt, damit der Körper den grössten Nutzen aus dieser Pause zieht. Die Venu 3 soll diese Nickerchen automatisch erkennen und aufzeichnen können. Ich bin ja schon sehr gespannt, wie gut das im Alltag funktioniert.

Neu ist auch der Rollstuhlmodus mit angepassten Metriken, sechs spezifischen Sport-Apps sowie einer eigenen Community und Auszeichnungen in Garmin Connect. Mit der Venu 3 lassen sich im Freien die Workouts ganz normal aufzeichnen. Statt Schritte werden von der Uhr die Anzahl der Hübe. Sie fliessen dann als Aktivität in die Connect-App.

Die Garmin Venu 3 Reihe im Detail

UVP: ab CHF 499.90; Verfügbarkeit: ab sofort

  • Neu: höchste Präzision und Effizienz mit Sensorik der 5. Generation
  • Neu: Optimiertes Benutzererlebnis und Optionen für eine bessere Ablesbarkeit
  • Neu: Rollstuhlmodus mit Sport-Apps, sowie eigener Community und Auszeichnungen in Garmin Connect
  • Neu: Schlafcoach mit HRV-Status, Nickerchenerkennung und persönlichen Insights, sowie Jetlag-Ratgeber
  • Neu: Anpassbarer Morning Report (Termine, Wetter, Sleep Score und mehr)
  • Neu: Body Battery mit Anzeige von Einflussfaktoren, mehr Metriken und Tipps
  • Neu: 30+ Sport-Apps wie eBike, Freiwasserschwimmen und Meditation, sowie optimierte Golf-Funktionen
  • Neu: Anzeige beanspruchter Muskeln nun auch bei HIIT, Cardio und Pilates
  • Neu: Trainingseffekt, Erholungsratgeber, Erfassung von RPE (Grad empfundener Anstrengung) und Empfinden
  • Neu: Audio-Notizen für Trainingspläne und Forerunner-Ansagen beim Laufen
  • Neu: Intervall-Erstellung für Laufen und Radfahren auf der Smartwatch, sowie Cycling Power und Cycling VO2max
  • Neu: Smart Notifications nun auch mit Bilddarstellung und Freitext-Tastatur auf der Smartwatch (nur mit Android™)
  • Bluetooth -Telefonie, Sprachassistenz, Garmin Pay und Musik
  • Venu 3S mit 1,2-Zoll verfügt über eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen im Smartwatch-Modus bzw. 21 Stunden im GPS-Modus
  • Venu 3 mit 1,4-Zoll, verfügt über eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen im Smartwatch-Modus bzw. 26 Stunden im GPS-Modus

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Ein Kommentar zu “Garmin Venu 3 vs. Venu 2 (Plus): Das sind die Neuerungen

  1. Mani sagt:

    Was bei all den „Neu“-Aufzählungen völlig untergeht, die Bedienung der Garmin Venu 3 hat sich in einigen Punkten gegenüber der Venu 2 deutlich verschlechtert: Ist man nachts zwischendurch mal wach und möchte einfach nur die Uhrzeit sehen, sieht das Display anders aus als normal – man bekommt nachts eine vordefinierte Anzeige der Uhrzeit (digital) und der Außentemperatur. Der Sinn erschließt sich nicht. Man kann dann auch nicht mehr auf die verschiedenen Daten wie Herzfrequenz, Stress, Sauerstoffsättigung usw. zugreifen. Dazu muss man erst die Frage „wachst Du gerade auf?“ mit ja beantworten und erhält den Morgenbericht angezeigt. Das war bei der Venu 2 deutlich besser gelöst und die Uhr bediente sich nicht tags und nachts unterschiedlich.

    Die Eingabe von Uhrzeiten ist im Vergleich zu früher sehr umständlich und unübersichtlich geworden. Will man Wecker, Timer, Nickerchen-Timer usw. einstellen, muss man Stunden und Minuten frickelig zurechtwischen. Das ging früher mittels kreisförmig angeordneter Ziffern 0-9 unkompliziert und schnell.

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