Huawei MateBook D 2022 im Test: Ein gutes Notebook.

Huawei MateBook D16 im Test: Gut, aber nicht perfekt

Huawei hat auch in diesem Jahr noch zwei neue Laptop-Modelle für den Schweizer Markt angekündigt. Zum einen das High-end-Notebook Matebook X Pro, zum anderen das Business-Notebook Matebook D16. Letzteres konnte ich für rund einen Monat auf Herz und Nieren testen. Ein kleiner Spoiler zum Fazit sei hier schon verraten: Huawei hat seinen Job mit dem D16 wirklich gut gemacht – aber in einem Punkt gibt es noch Luft nach oben.

Design und Verarbeitung

Das Matebook D16 kommt für ein Business-Notebook ziemlich schick daher. Das Metallgehäuse ist schlank und gut verarbeitet. Nein, ein Design-Meisterstück ist es nicht, aber wenn ich gewisse andere Business-Notebooks in diesem Preissegment anschaue, muss sich das D16 nicht verstecken.

Huawei MateBook D 2022 im Test: Ansicht von oben.
Bild: vybe

Gefallen hat mir auch, dass Huawei sich dazu entschieden hat, einen Zahlenblock zu integrieren. Dafür mussten die Stereolautsprecher weichen, die beim Vorjahresmodell links und rechts der Tastatur zu sehen waren. Natürlich gibt es weiterhin Stereosound, die entsprechenden Lautsprecher sind allerdings gut versteckt.

Huawei MateBook D 2022 im Test: Anschlüsse.
Bild: vybe

Bei den Anschlüssen gibt es das Nötigste, was für den Bürobetrieb reicht. Verbaut hat Huawei folgendes:

  • USB-C (unterstützt Daten, Laden, DisplayPort)
  • USB-C (unterstützt Daten und Laden)
  • USB 2.3 Gen1
  • USB 2.0
  • HDMI
  • 3,5 Millimeter Kopfhöreranschluss
Huawei MateBook D 2022 im Test: Anschlüsse.
Bild: vybe

Gute Tastatur für längere Texte

Auch die Position des Trackpads hat der Zahlenblock beeinflusst: Dieses ist jetzt leicht nach links gerutscht. Stören tut dies aber nicht. Die Tastatur ist zum Schreiben angenehm und hat einen guten Druckpunkt. So hatte ich auch beim Verfassen von längeren Beiträgen nie ein unangenehmes Ziehen im Handgelenk. (Ja, das kommt bei schlechten Tastaturen tatsächlich vor).

Huawei MateBook D 2022 im Test: Tastatur mit Ziffernblock und Fingerabdrucksensor.
Auch der Power-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor funktioniert zuverlässig. | Bild: vybe

Alles in allem überzeugt das Matebook D16 beim Aussehen und der Verarbeitung. Hier kriegt man tadellose Qualität für sein Geld, so wie das sein sollte. Dieses Gehäuse bringt mit der verbauten Technik ungefähr 1,7 Kilogramm auf die Waage.

Leistung

Huawei hat im Matebook D16 Intel-Chips der 12. Generation verbaut. Optional gibt’s das Notebook mit i5- oder i7-Prozessor. Mir hat Huawei letzteres geschickt. Dazu gesellen sich 16 GB LPDDR4-RAM Arbeitsspeicher und eine SSD mit 512 GB. Das sorgt für ordentlich Leistung, die ohne Probleme für sämtliche Büro- und Multimediaarbeiten reicht.

Ich habe mit dem Notebook regelmässig in Premiere Pro kürzere Videos geschnitten, ohne, dass das Gerät geruckelt hat. Klar, wen man ein stündiges Video in 4k mit drei Spuren schneidet, dürfte auch der D16 an seine Leistungsgrenze kommen. Wer aber ab und an kürzere Videos schneidet oder in Photoshop ein Bild bearbeiten muss, ist mit dem D16 gut beraten. Damit ist der Laptop ideal für alle, die in ihrem Jobprofil die Bezeichnung «Social Media Manager:in» aufgeführt haben.

Display

Huawei hat im Matebook D16 ein entspiegeltes IPS-Panel mit 16 Zoll und einem Seitenverhältnis von 16:10 verbaut. Da der Rahmen sehr schmal ausfällt, ist das Gerät schön kompakt. Trotzdem hat es dieses Mal gereicht, um die Webcam im oberen Bereich des Rahmens unterzubringen. Die Froschperspektive beim Videochat gehört damit der Vergangenheit an.

Huawei MateBook D 2022 im Test: Wie gut ist das Display?
Bild: vybe

Die Auflösung ist 1920 x 1200 Pixel, was sicher dem niedrigen Preis geschuldet ist. Bei der Helligkeit leiste das Display 300 Nits. Das ist zwar nicht rekordverdächtig, aber reicht, um draussen zu arbeiten. Nur, wenn die Sonne direkt aufs Display scheint, hat man manchmal etwas Mühe.

Super Device

Das Matebook D16 kommt mit Huaweis Kollaborations-Feature Super Device. Damit lassen sich Huawei-Geräte untereinander verbinden. Mit dem D16 kannst du so beispielsweise ein P30 Pro oder P40 Pro verbinden und direkt vom Laptop aus auf das Smartphone zugreifen. Selbst Anrufe kannst du so über das Notebook entgegennehmen.

Huawei MateBook D 2022 im Test: Super Device ermöglicht das Spiegeln des Monitors mit einem Tablet.
Bild: vybe

Hast du ein Huawei-Tablet, kannst du dieses praktischerweise als externen Bildschirm nutzen. Wie du dir das von kabelgebundenen Bildschirmen gewohnt bist, kannst du die Anzeige erweitern oder duplizieren. Genau wie beim Smartphone kannst du das Tablet aber auch im «Zusammenarbeiten»-Modus verwenden. In diesem kannst du unter anderem Dateien per Drag-and-Drop zwischen Laptop und Tablet verschieben. Beim Smartphone als auch dem Tablet wird allerdings EMUI 12, respektive HarmonyOS vorausgesetzt.

Huawei MateBook D 2022 im Test: Super Device getestet.
Bild: vybe

Im Test hat die Verbindung immer nahtlos geklappt, wenn sie dann mal gestanden hat. Mit dem Smartphone war es dabei etwas einfacher, während sich das Tablet nicht immer auf Anhieb mit dem Laptop verbinden wollte. Schade ist, dass man das Tablet nicht nebst einem externen Bildschirm zusätzlich verbinden kann. Stattdessen musst du den externen Monitor zuerst entfernen, damit du das Tablet verbinden kannst.

Akku und Laden

Kommen wir zum Schwachpunkt des Matebook D16: der Akku. Dieser hält bei normalem Betrieb um die sechs Stunden. Nicht gerade eine Meisterleistung. Selbst wenn ich jeweils nur den Browser mit ein paar Tabs offen hatte, um einen neuen Beitrag zu verfassen, war nach ungefähr sechs Stunden Schluss. Da haben andere Laptops mehr Durchhaltevermögen.

Huawei MateBook D 2022 im Test: Laden und Akkulaufzeit.
Der Ladeadapter im Vergleich zu einer herkömmlichen Streichholzschachtel. | Bild: vybe

Beim Laden macht Huawei dafür wieder vieles richtig. Das mitgelieferte Ladegerät wird per USB-C angeschlossen und ist gerade mal so gross wie ein Adapter für Smartphones. Das ist insofern praktisch, als du so nur ein Ladekabel mitnehmen musst, wenn du unterwegs bist und deinen Laptop und das Smartphone abwechselnd laden kannst. Daran sollten sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen.

Fazit

Huawei MateBook D 2022 im Test: Ein gutes Notebook.
Bild: vybe

Das Huawei Matebook D16 war für mich in den vier Wochen, in denen ich es testen konnte, ein sehr guter Begleiter. Für meinen Alltag, der hauptsächlich aus Schreiben, Surfen und Videoschnitt besteht, reicht die Leistung tipptopp. Auch das Schreiben auf der Tastatur ist angenehm und der Zahlenblock ein schönes Upgrade gegenüber dem Vorjahr. Einziger Wermutstropfen ist der Akku. Mit sechs Stunden ist diese für mich eher mässig – auch wenn er mit dem kleinen USB-C-Ladegerät erstaunlich schnell wieder geladen ist.

Das Huawei Matebook D16 ist ab sofort im Schweizer Handel in der Farben Space Grey erhältlich. Die von mir getestete Version gibt es im günstigsten Online-Shop für 1133 Franken. Alle Spezifikationen zum Gerät findest du hier.

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