Netgear Orbi RBKE963 im Bild

Netgear Orbi RBKE963 im Test: Kabellos auf der Internet-Überholspur

In Zeiten von Homeoffice ist ein schnelles Internet wichtiger denn je. Voraussetzung dafür ist neben einer schnellen Leitung, auch ein leistungsstarkes WLAN-Netzwerk. Schliesslich möchte man schnelles Internet nicht nur direkt neben dem Modem haben, sondern in der gesamten Wohnung und optimalerweise sogar auf der Terrasse oder im Garten.

Die Modems der Provider (Swisscom, Sunrise, Salt & Co.) gelangen spätestens bei der Reichweite (und meistens auch hinsichtlich Geschwindigkeit) an ihre Grenzen. Abhilfe schaffen hierfür sogenannte Mesh-Systeme. Sie setzen sich aus mehreren Zugangspunkten (Satelliten) zusammen und bilden so ein flächendeckendes Netz, das auch in der hintersten Ecke einer Wohnung oder Haus einen genügend schnellen Internetzugang ermöglicht.

Ja, die Anforderungen an den Internetzugang sind über die letzten Jahren stets gestiegen. Nicht nur Homeoffice ist spätestens seit Corona ein Thema, auch benötigen immer mehr Endgeräte Zugang zum Internet. Um diesen gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, bieten sich Mesh-Systeme, wie der Netgear Orbi RBKE963, an. Mit einem Preis von ca. 1700 Franken, kann es zweifelsohne als Luxus-Modell der Mesh-Systeme bezeichnet werden.

Satelliten und Basisstation
Die zwei Satelliten und eine Basisstation | Bild: vybe

Alles, was das Technik-Herz begehrt

Netgear verspricht mit dem Orbi RBKE963 schnelles Internet auf einer Fläche von bis zu 600 Quadratmetern. Das Mesh-System eignet sich somit problemlos für grosse Häuser und Wohnungen. Damit überall eine hohe Geschwindigkeit erreicht wird, setzt Netgear auf aktuellste Technologie. Das Mesh-System, das aus einer Basis und zwei Satelliten besteht, verfügt je über 12 integrierte Antennen und vier Frequenzbänder (2x 2,4 GHz mit 1200 Mbps, 2x 5 GHz mit je 2400 Mpbs sowie 1x 6 GHz mit 4800 Mbps).

Dank der Unterstützung von Wi-Fi 6e, bietet das Orbi-Mesh-System von Netgear ein neues und noch wenig gebrauchtes 6 GHz-Band. Auf kurzen Distanzen ist damit eine extrem hohe Datenübertragung möglich, sofern das Endgerät (Smartphone, Tablet, Computer, usw..) ebenfalls den Wi-Fi 6e-Standard unterstützt. Ein weiterer Vorteil: Da noch nicht allzu viele Endgeräte den neuen Standard unterstützen, sind weniger Störungen zu befürchten. Das wiederum resultiert in einer stabileren und zugleich schnelleren Verbindung.

Auch was die Anschlüsse an der Basis und den Satelliten betrifft, lässt sich Netgear nicht lumpen. Bei den zwei Satelliten gibt es drei Gigabit- und einen 2,5-Gigabit-LAN-Ports. Ähnlich sieht es bei der Basis aus: Auch hier gibt es drei Gigabit- sowie einen 2,5-Gigabit-LAN-Port. Dazu kommt eine WAN-Schnittstelle mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s. Auf einen oder mehrere USB-Anschlüsse, verzichtet Netgear allerdings.

Was die Optik anbelangt, da teilen sich die Meinungen bei uns im Haushalt. Meine Frau fand die Orbi überhaupt nicht schön und eher störend. Ja, sie sind nicht ganz so kompakt, wie beispielsweise der Nest Wifi Pro von Google, aber sehen meiner Meinung nach ganz gut aus. Sie erinnern mich an eine Blumenvase.

Im Vergleich: Google Nest Wifi Pro und Orbi 960
Im Bild: Google Nest Wifi Pro und Orbi 960 | Bild: vybe

Einfache Inbetriebnahme mittels Orbi-App

Installiert und verbunden sind die Geräte schnell und unkompliziert. Dreh- und Angelpunkt ist die Orbi-App, welche für Android und iOS kostenlos in den jeweiligen App-Stores bereitsteht. Zunächst wird die Basis direkt mittels LAN-Kabel mit dem Modem verbunden. Die beiden Satelliten können beliebig in der Wohnung, Haus oder Büro aufgestellt und mit Strom versorgt werden. Wem die zwei Satelliten + Basis nicht ausreichen, kann zusätzliche Satelliten dazu kaufen. Für meine knapp 120 Quadratmeter Wohnung war das System allerdings schon überdimensioniert.

Ein Setup-Assistent führt durch die Installation | Screenshot: vybe

Ein durchdachter Setup-Assistent führt innerhalb der Orbi-App durch die Inbetriebnahme. Nach wenigen Minuten sind alle drei Orbi online und miteinander verbunden, was die drei Orbi auch mittels einem Weiss leuchtenden Ring signalisieren. Über die LAN-Anschlüsse an den Satelliten und der Basis, können Geräte auch mittels LAN-Kabel direkt angeschlossen werden. Basis und die Satelliten kommunizieren natürlich über Wi-Fi 6e, so dass eine extrem hohe und stabile Geschwindigkeit untereinander ermöglicht wird.

Optimaler Schutz mit dem kostenpflichtigen ARMOR
Optimaler Schutz mit dem kostenpflichtigen ARMOR | Screenshot: vybe

Damit das Mesh-System vor ungebetenen Gästen bestens geschützt ist, setzt Netgear auf eine Security-Lösung namens „ARMOR“ (auf Deutsch: Rüstung). Sie stammt von Bitdefender und kann zunächst kostenlos im Rahmen einer Testversion ausprobiert werden. Nach dem 30-tägigen Testzeitraum muss für die Security-Lösung bezahlt werden – sofern man das haben möchte. Gut zu wissen: Geschützt werden damit alle mit dem Mesh-System verbundenen Geräte (Laptops, PCs, Smartphones, Tablets, usw..).

Viele nützlichen Funktionen via App und Weboberfläche

Wie schon weiter oben erwähnt, ist die Orbi-App die zentrale Anlaufstelle für das Mesh-System von Netgear. Über sie lässt sich das System nicht nur einrichten, sondern anschliessend auch verwalten. So lässt sich etwa ein Gastzugang erstellen oder eine Kindersicherung einrichten. Letzteres ist wirklich cool in der App umgesetzt. Den verbundenen Geräten der Kinder kann eine maximale Nutzungszeit zugewiesen werden, sie umgehend vom System trennen oder eine Belohnung in Form von zusätzlicher Nutzungszeit zuweisen.

Die Orbi-App bietet alles, was benötigt wird
Die Orbi-App bietet alles, was benötigt wird | Screenshot: vybe

Alternativ können Einstellungen aber auch bequem am Computer vorgenommen werden. Hierfür bietet Netgear ein Web-Login an. Die Weboberfläche bietet sich vor allem für erweiterte Anpassungen am Netzwerk an. Dazu zählt etwa die Portweiterleitung oder DNS-Einstellungen.

Kabelloses Internet bis in die hinterste Ecke

Wie sieht es mit der Reichweite und Geschwindigkeit aus? Da lässt das Mesh-System seine Muskeln spielen. Bei uns in der Wohnung mit einer Wohnfläche von ca. 120 Quadratmetern hatte ich bis in die hinterste Ecke hervorragenden Empfang und eine durchs Band hohe Internet-Geschwindigkeit. Zur Geltung kommt die brachiale Power des Mesh-Systems vor allem in Kombination mit einem Wi-Fi 6e-fähigen-Endgerät, wie beispielsweise das Motorola Edge 30 Ultra.

Die Verpackung vom Orbi Router
Bild: vybe

Das Testfazit zum Netgear Orbi RBKE963 Mesh-System

Selten ist mir ein Fazit zu einem Produkt so einfach gefallen, wie beim Netgear Orbi RBKE963 Mesh-System. Ja, es ist ein hervorragendes System! Die Inbetriebnahme ist easy, die Reichweite und Geschwindigkeit top und die gebotenen Funktionen gut umgesetzt. Das System lässt sich entweder über die gelungene Orbi-App oder über die Weboberfläche via Computer verwalten.

Ein No-Brainer ist das Mesh-System von Netgear trotz all den Stärken nicht. Preislich ist es eine Hausnummer und dürfte für viele Privatanwender:innen ein Ko-Kriterium darstellen. Vor allem für diejenigen, welche nicht in einem grossen Haus (oder Wohnung) mit mehreren Stockwerken wohnen, lohnt sich ein Blick auf günstigere Produkte. Schade auch, dass die zusätzlichen und guten Sicherheitsfunktionen nur kostenpflichtig angeboten werden.

Eine preiswertere Alternative stellt etwa das Mesh-System Nest Wifi Pro von Google dar, das uns im Test überzeugen konnte. Es unterstützt auch Wi-Fi 6e und ist sehr einfach einzurichten, ist aber hinsichtlich Konfiguration deutlich eingeschränkter.

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