Oppo und OnePlus in der Schweiz: Bleiben sie oder gehen sie?

Oppo-Vertriebspartner zieht sich aus der Schweiz zurück. Was heisst das für Oppo und OnePlus?

Am Dienstag, 10. Oktober hat Yang Technologies überraschend angekündigt, seine Geschäftstätigkeiten in der Schweiz per sofort einzustellen. Das Unternehmen war hierzulande der Vertriebspartner von Oppo, das seit vier Jahren offiziell in der Schweiz ist. Was das genau für die Marke bedeutet, haben wir für dich in diesem Artikel zusammengefasst.

Wer ist Yang Technologies?

Die Firma Yang Technologies AG ist in der Schweiz der offizielle Vertriebspartner von Oppo. Im Gegensatz zu Samsung oder Apple setzt Oppo nämlich auf Franchise-Partner, um seine Produkte in Europa zu vertreiben. Yang Technologies hatte nebst der Schweiz auch Frankreich unter sich. Dort hat sich das Unternehmen ebenfalls zurückgezogen – wenn auch wesentlich früher als in der Schweiz.

Verschwindet Oppo jetzt aus der Schweiz?

Das steht nicht eindeutig fest. Grundsätzlich hat Oppo nicht gesagt, man wolle sich aus der Schweiz zurückziehen. Auch in der Pressemitteilung von Yang Technologies wurde nichts in diese Richtung angedeutet. Allerdings lässt das Schweigen von Oppo auch nichts Gutes erahnen. Zumal es auch Fragen aufwirft, dass Yang Technologies den Rückzug ankündigt, ohne dass Oppo einen neuen Vertrieb angekündigt hat.

Für einen definitiven Rückzug spricht auch, dass Oppo in wichtigen Märkten wie Deutschland und Frankreich seit Monaten keine Geräte mehr verkauft. Dies hängt mit einem Patentstreit mit Nokia zusammen. Zwar hat Oppo in Frankreich vor Gericht gegen Nokia gewonnen, trotzdem hat sich Yang Technologies auch dort zurückgezogen. Aber auch hier hat Oppo bisher nicht offiziell kommuniziert, dass man sich definitiv zurückziehen möchte.

Damit lässt sich sagen: Zwar sieht es aktuell so aus, als wäre Oppo in der Schweiz Geschichte, offiziell ist das aber bisher nicht.

Was geschieht nun mit meinem Oppo-Smartphone?

Wenn du ein Handy von Oppo hast, musst du dir vorerst keine Sorgen machen. Die Yang Technologies AG hat mitgeteilt, dass der Support als auch Software-Updates gewährleistet bleiben. Und selbst wenn der Kundendienst in der Schweiz eingestellt wird, solltest du zumindest weiterhin Updates erhalten.

Was bedeutet das für OnePlus?

Der Rückzug von Yang Technologies hat auch Auswirkungen auf OnePlus. Der Sub-Brand von Oppo wurde ebenfalls von dieser Firma vertrieben und war hierzulande erst Anfang Jahr offiziell gestartet. Der Rückzug von Yang Technologies dürfte auf OnePlus also die gleichen Auswirkungen wie auf Oppo haben.

Das ist umso ärgerlicher, da Oppo demnächst sein erstes Foldable auf den Markt bringt. Da dieses in Europa erscheint, war wohl auch ein Schweizer Start geplant, der nun aber abgesagt werden dürfte. Wir haben bei OnePlus Europe nachgefragt, wie es nun mit OnePlus in der Schweiz weitergeht und folgendes Stellungnahme erhalten:

Wir sind uns bewusst, dass die Yang Technology AG, der Vertriebspartner von OnePlus in der Schweiz, beschlossen hat, seinen Betrieb einzustellen. Wir respektieren die Entscheidung unseres Partners und hoffen, dass er für den Rest des Verfahrens eng mit verwandten Geschäftsparteien zusammenarbeiten wird.

In der Zwischenzeit bleibt das Engagement von OnePlus für den europäischen Markt und die Nutzerinnen und Nutzer unverändert und wir suchen nach neuen Möglichkeiten, unsere Geschäfte in der Schweiz weiterzuführen. Bestehende Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz können weiterhin den Kundendienst und zukünftige Betriebssystem-Updates in Anspruch nehmen.

Pascal Scherrer

Ich mag Technik, Filme und Serien. Darum schreibe ich hier darüber. Klingt plausibel, oder?

2 Comments

    • Hi Sam

      Das ist im Moment schwierig. Unser Kontakt bei OnePlus Europe sagt, dass das OnePlus Open in die Schweiz komme, einfach später. Aktuell suche man einen neuen Vertriebspartner. Allerdings muss das nicht heissrn, dass das auch stimmt.

      Evt. importiert es ein Online-Shop auf eigene Faust. Digitec hat in der Vergangenheit stark auf OnePlus gesetzt. Da das Open aber recht teuer ist, könnte es auch sein, dass selbst Digitec auf einen Import verzichtet

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