Samsung Unpacked: Alle neuen Falt-Handys, Smartwatches und Kopfhörer im Überblick

Samsung hat am 11. August an seinem Unpacked-Event ordentlich geprotzt. Nebst der neuen Galaxy-Watch-4-Reihe und Kopfhörern standen natürlich die neuen Falt-Smartphones im Mittelpunkt. Zu allen vier Gerätereihen gab es bereits vorab diverse Leaks, sodass Samsung kaum mehr überraschen konnte. Lügen gestraft haben die Südkoreaner allerdings die Leaker, die prognostieziert hatten, dass das Galaxy Z Flip 3 und das Fold 3 wieder sehr teuer würden. Wir haben euch die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Samsung Galaxy Z Flip 3 5G

Das neue Galaxy Z Flip 3 5G neu vorgestellt.
Der Bildschirm auf der Aussenseite ist grösser geworden und kann nun mit Widgets vesehen werden. | Bild: Samsung

Samsung positioniert das Galaxy Z Flip 3 ganz klar als Lifestyle-Produkt. Das Gerät kommt in vielen bunten Farben daher und lässt sich mit einer speziellen Hülle mittels Karabiner sogar am Hosenbund oder einer Halskette festmachen. Man möchte fast meinen, dass Samsung mit dem schicken Äusseren über eher verhaltene innere Werte hinwegtäuschen will. Doch das Galaxy Z Flip 3 bringt mehr als genug Technik mit, um den Smartphone-Alltag für mehrere Jahre zu meistern. Mit dem Snapdragon 888 gibt es einen aktuellen, mehr als potenten Chip, der von ausreichenden 8 GB RAM flankiert wird. Schade ist, dass Samsung auf einen erweiterbaren Speicher verzichtet und sich intern auf 128 und 256 GB beschränkt. Hier setzt man wohl darauf, dass die Nutzer*innen auf die Cloud ausweichen, wenn mehr Speicher benötigt wird.

Samsung hat an der Robustheit gefeilt

Bei der Hauptkamera kommt ein Dual-Setup mit je 12 Megapixeln zum Einsatz. Nebst der Hauptkamera mit optischem Bildstabilisator hat man noch eine Ultraweitwinkelkamera zur Verfügung, was für die meisten Personen ausreichen dürfte. Mit der verbauten Kamera wird sich das Flip 3 wohl nicht mit den besten Kamera-Smartphones auf dem Markt messen können. Allerdings hatte das letztjährige Galaxy Z Flip mit seiner Kamera ausreichend gute Fotos gemacht, um im Test zu überzeugen. Auf der Innenseite gibt es eine Single-Selficam, die in einem normalen Punch Hole untergebracht ist. Im Gegensatz zum Fold 3 setzt Samsung hier also nicht auf eine Under-Display-Kamera. Hier gibt es eine normale Weitwinkelkamera mit 10 Megapixeln.

Das neue Galaxy Z Flip 3 5G in drei verschiedenen Farben.
Bild: Samsung

Bereits das Galaxy Z Flip war um einiges robuster als gewisse Leute prophezeit hatten. Samsung hat damals mindestens 200’000 Faltungen garantiert. Diesen Wert hat das Unternehmen nun noch verbessert. Zwar hat man keine konkreten Zahlen genannt, allerdings soll das Display des Flip 3 dank eines neuen Schutzfilms 80 Prozent mehr aushalten als die letztjährige Variante. Auch die Stabilität des Gehäuses und des Gelenks will Samsung ordentlich verbessert haben. So sei das Galaxy Z Flip 3 aus sogenanntem Armor Aluminium. Was in erster Linie natürlich ein netter Marketingbegriff ist, soll das Gerät stabiler und gleichzeitig leichter machen. Insgesamt sei das Flip 3 zehn Prozent stabiler als das letztjährige Flip.

Einstiegspreis deutlich tiefer als letztes Jahr

Überrascht hat Samsung mit einer IPx8-Zertifizierung. Damit ist das Galaxy Z Flip 3 gegen das Eindringen von Süsswasser in einer Tiefe von bis zu einem Meter geschützt – zumindest für 30 Minuten unter Laborbedingungen. Einen Staubschutz hat das Flip 3 allerdings nicht. Gegen Kratzer ist das Gerät aber dank Gorilla Glass Victus auf der Vorder-und Rückseite (zumindest in der Theorie) gut gewappnet.

Das neue Galaxy Z Flip 3 5G in vier verschiedenen Farben.
Bild: Samsung

Beim Display setzt Samsung erneut auf AMOLED mit 6,7 Zoll und FHD+, spendiert dem ganzen aber noch eine Bildwiederholung von 120 Hertz. Wie bereits bei vorherigen Modellen ist die Bildwiederholung adaptiv und wird je nach App zwischen 10 und 120 Hertz reguliert. Auch an der Helligkeit hat man geschraubt: Das neue Display des Galaxy Z Flip 3 soll ganze 29 Prozent heller sein als beim Galaxy Z Flip. Beim Sound gibt es Stereo-Lautsprecher, die Dolby-Atmos-zertifiziert sind. Das Flip 3 kann mit zwei Telefonnummern genutzt werden, allerdings ist ein Platz nur als eSIM verfügbar.

Das Galaxy Z Flip 3 5G startet in der Schweiz am 27. August, der Vorverkauf beginnt bereits am 11. August um 16.30 Uhr. Verfügbare Konfigurationen sind:

  • Galaxy Z Fold 3 5G 128 GB für 1049 Franken
  • Galaxy Z Fold 3 5G 256 GB für 1099 Franken

In den Läden sind die Farben Phantom Black, Cream und Lavender verfügbar. Exklusiv auf Samsung Store Schweiz gibt es noch die Farben White, Gray und Pink.

Samsung Galaxy Z Fold 3 5G

Galaxy Z Fold 3 5G in verschiedenen Farben.
Bild: Samsung

Beim Galay Z Fold 3 5G hat Samsung ebenfalls an der Robustheit gefeilt. Wie beim Galaxy Z Flip 3 kommt auch beim Fold 3 das stabilere Gehäuse aus Armor Aluminium und das hellere Display zum Einsatz. Unter der Haube werkelt ebenfalls der Snapdragon 888, allerdings stehen beim Fold 3 12 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Auch der interne Speicher ist mit 256 und 512 GB grösser – aber auch hier nicht erweiterbar. Samsung unterstreicht damit seine Ambitionen, das Galaxy Z Fold 3 als Arbeitsgerät zu positionieren.

Dafür gibt es nun auch die Unterstützung für den S Pen Pro, womit man nun auch auf dem Fold 3 zeichnen und schreiben kann. Tatsächlich kann man den S Pen Pro sogar gleichzeitig mit dem Fold 3 und einem kompatiblen Galaxy Tablet benutzen. Da der Profi-Stylus allerdings etwas gar gross für das doch kompakte Fold 3 ist, hat Samsung noch einen kleineren S Pen Fold Edition in petto. Dank einer speziellen Hülle kann man diesen dann ganz bequem verstauen und hat ihn immer mit dabei.

Samsung Galaxy Z Fold 3 5G mit S Pen Fold Edition.
Bild: Samsung

Ein guter Stylus nützt aber natürlich nicht viel, wenn die Apps nicht mitspielen. Hier will Samsung grosse Fortschritte gemacht haben. Nebst verbessertem Multitastking habe man auch mit grossen Firmen wie Google und Microsoft zusammengearbeitet, um den Splitscreen-Support auf möglichst viele Apps zu bringen. Beispielsweise kann man nun, wenn man das Gerät wie ein Laptop nutzt, auf der oberen Bildschirmhälfte YouTube gucken, während man sich unten Notizen macht.

Galaxy Z Fold 3 5G mit Under-Display-Kamera auf der Innenseite.
Bild: Samsung

Nein, als Kamera-Smartphone kauft man sich das Galaxy Z Fold 3 sicher nicht. Trotzdem hat Samsung ein Dreier-Stetup mit je 12 Megapixlen verbaut. Nebst Weit- und Ultraweitwinkel gibt es noch eine Zoomkamera. Wie gut diese aber genau zoomt, lässt Samsung offen. Auf der Aussenseite, wo der kleinere Bildschirm sitzt, gibt es eine 10-MP-Selficam in einem Punch Hole. Das Highlight sitzt allerdings auf der Innenseite unter dem 7,6 Zoll grossen AMOLED-Display: Hier hat Samsung wie erwartet seine erste Under-Display-Camera verbaut. Ob diese auch wirklich etwas taugt, muss sich erst noch zeigen. Allerdings sieht das grosse Display ohne Aussparung für die Kamera schon um einiges ansehnlicher aus. Wie beim Galaxy Z Flip 3 setzt auch das Fold 3 auf eine Dual-Sim, wobei die eine als eSIM integriert ist.

Das Galaxy Z Fold 3 5G ist in der Version mit 256 GB für 1799 Franken und mit 512 GB für 1899 Franken zu haben. Farblich muss man sich zwischen Phantom Black, Phantom Green und Phantom Silver entscheiden. Vorbestellen kann man das Foldable ab dem 11. August um 16.30 Uhr. Ausgeliefert wird es ab dem 27. August.

Galaxy Watch 4 und Galaxy Buds 2

Samsung Galaxy Watch4 in vier verschiedenen Farben.
Bild: Samsung

Nebst den beiden faltbaren Smartphones hat Samsung auch noch seine neue Smartwatch Galaxy Watch 4 und die Galaxy Buds 2 präsentiert. Die Galaxy Watch 4 kommt in einer sehr farbenfrohen sportlichen und einer klassischen Version daher. Die neuen Uhren bieten dabei alles, was das Smartwatch-Herz begehrt und Dank LTE (nicht bei allen Ausführungen) kann man die Uhr auch ohne Smartphone betreiben. Wie bereits im Vorfeld geleakt, setzt Samsung auf Android Wear, stülpt aber seine eigene Oberfläche One UI Watch 3.0 darüber. Unter dem digitalen AMOLED-Ziffernblatt werkelt ein hauseigener Exynos W920 und 1,5 GB RAM.

Samsung Galaxy Watch4 Classic in Schwarz und Weiss.
Bild: Samsung

Mit den Galaxy Buds 2 hat Samsung ein solides Paar neuer Wireless-Kopfhörer vorgestellt. Verbunden werden sie mit Bluetooth 5.2, nebst kabellosem Laden gibt es natürlich Active Noise Cancelling. Die Akkulaufzeit mit Case beträgt 29 Stunden und übertrifft damit beispielsweise Huaweis neue Freebuds 4. Die beiden Buds halten ohne ANC fünf Stunden, mit ANC 3,5 Stunden durch. Bei der Zertifizierung gibts IPX2, womit die Kopfhörer zumindest etwas gegen Spritzwasser geschützt sind.

Samsung Galaxy Buds2 in allen vier verfügbaren Farben.
Bild: Samsung

Modelle und Preise:

  • Galaxy Buds 2: 169 Franken (White, Black, Olive Green, Lavender)
  • Galaxy Watch 4 Classic, Bluetooth, 46mm: 399 Franken
  • Galaxy Watch 4 Classic, Bluetooth, 42mm: 369 Franken
  • Galaxy Watch 4 Classic, LTE, 46mm: 449 Franken
  • Galaxy Watch 4 Classic, LTE, 42mm: 419 Franken

Die Classic-Variante ist in den Farben Black und Silver verfügbar.

  • Galaxy Watch 4, Bluetooth, 44mm: 299 Franken
  • Galaxy Watch 4, Bluetooth, 40mm: 269 Franken
  • Galaxy Watch 4, LTE, 44mm: 349 Franken
  • Galaxy Watch 4, LTE, 40mm: 319 Franken

Die normale Galaxy Wach 4 ist ebenfalls in Black und Silver verfügbar. Beim 44er-Modell gibt es zusätzlich noch die Farbe Green, während es bei der kleineren Uhr noch Rose gibt.

Auch die Smartwatches und die Kopfhörer können ab dem 11. August um 16.30 Uhr vorbestellt werden und sind ab dem 27. August verfügbar.

Pascal Scherrer
Ich mag Technik, Filme und Serien. Darum schreibe ich hier darüber. Klingt plausibel, oder?

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