Top oder Flop? Das sagen die Kritiker zu «Dune»

Lange mussten wir auf den Science-Fiction-Blockbuster «Dune» warten, doch nun ist er da. Während der Film in Nordamerika erst in gut einem Monat startet, wühlen sich die Sandwürmer bei uns ab dem 16. September durch den Sand. Seine Weltpremiere hatte der Film von Denise Villeneuve bereits am 3. September am Filmfestival in Venedig. Acht Minuten soll die Standing Ovation nach der Vorführung gedauert haben, berichtete der Hollywood Reporter. Ich habe mich durch die verschiedenen Online-Reviews gelesen, um zu sehen, welchen Eindruck «Dune» bei den Kritiker*innen hinterlassen hat.

Wertung auf den Kritikerplattformen

Auf Rotten Tomatoes schafft «Dune» einen durchschnittlichen Wert von 88 Prozent, basierend auf 56 Reviews. 49 Reviews geben dem Film eine positive Wertung, sieben sehen den Blockbuster als «rotten» an. Auf der etwas strengeren Plattform Metacritic sieht das Bild ähnlich aus. Auch hier wird «Dune» überwiegend positiv bewertet und holt sich einen Schnitt von 75 Prozent.

Die positiven Stimmen

Dune: Szene aus dem Film.
Bild: Warner

Independent

«Spektakuläre Sci-Fi-Verfilmung ist die „Herr der Ringe“-Trilogie dieser Generation», titelt der Independent in seinem Review. Der Film sei so gewaltig, dass er die Sinne überwältige. Denise Villeneuve habe es geschafft, die komplizierte Vorlage zu einem Film zu verweben, der die Vorlage wiederbeleben könnte. Insgesamt sei das Werk von solch einschüchternder Grösse, dass man kaum glauben mag, dass es tatsächlich existiere.

Metro

Die spanische Publikation lobt die schiere Grösse, in der der Film daherkommt. Die imposanten Bilder wirken selbst für eine IMAX-Leinwand zu klein. Allerdings kritisiert Metro, dass die Handlung unvollständig wirke und zu sehr daran interessiert, eine Fortsetzung vorzubereiten. Unter dem Strich erhält der Film aber trotzdem eine positive Bewertung.

JoBlo’s Movie Network

Der Kultblog für Filme schwärmt von «Dune» in den höchsten Tönen und lobt besonders die Darstellungen von Oscar Isaac, Rebecca Ferguson und Jason Momoa. Letzterer stehle als Duncan allen anderen die Show. Kritik übt JoBlo allerdings an den Rollen der Bösewichte. Diese hätten zu wenig Tiefe, sodass es ihnen an erinnerungsträchtigen Momenten fehle. Insgesamt sei «Dune» aber ein Science-Fiction-Epos, wie man es seit Jahren nicht mehr zu sehen bekamen.

Die negativen Stimmen

Dune: Szene aus dem Film mit Oscar Isaac.
Bild: Warner

Slant Magazine

Für das Slant Magazine liefert der Film zu wenig Hintergrundinfos für alle diejenigen, die die Vorlage nicht kennen: «Am Ende fühlt sich Dune wie ein verlängerter Prolog für eine Fortsetzung an, von der man nur hoffen kann, dass sie die Parabeln und Paradoxien aufklärt.»

The Mary Sue

Der Filmblog The Mary Sue gibt «Dune» zwar 3 von 5 Sternen, bleibt aber mehrheitlich kritisch. Der ganze Film sei eigentlich eine riesige Exposition und Einführung in die Welt rund um Arrakis. Zwar gäbe es einige coole Kampfszenen, aber im Grossen und Ganzen bleibe der Film einen grossen Teil der Handlung schuldig. Das kommt daher, dass Villeneuve nur die erste Hälfte des Buches verfilmt hat, wohl, um genug Material für eine Fortsetzung zu haben.

The Film Stage

Die Kritik von David Katz von The Film Stage geht mit «Dune» ziemlich hart ins Gericht. Katz kritisiert unter anderem, dass der Film ein unpersönliches Weltraumdrama sei, dass einen kaltlässt. Überhaupt lässt Katz kaum ein gutes Haar an «Dune» und sieht sogar Parallelen zu Zack Snyder und dessen Adaption von «Watchmen». Schlussendlich werde der Film der Vorlage in keinerlei Weise gerecht und schaffe es nicht, diese in eine angebrachte, filmische Handlung zu übersetzen.

Fazit zu «Dune»

Dune Film 2021
Bild: Warner Bros.

Klar, das waren jetzt nur je drei Ansichten. Und auch wenn die negativen Stimmen etwas gar entmutigend klingen mögen: Der Film wird überwiegend positiv bewertet. Die negativen Wertungen belaufen sich im Wesentlichen darauf, dass der Film zu lange braucht, um in die Welt einzuführen und dann schon fast wieder vorbei ist. Die grösste Gefahr liegt da natürlich darin, dass «Dune» floppt und wir nie die Fortsetzung und damit das Ende zu sehen bekommen.

Angesicht der überaus positiven Stimmen, die die Bildgewalt und das epische Ausmass des Films in den höchsten Tönen loben, scheint es mir eher unwahrscheinlich, dass «Dune» scheitert. Klar, «Blade Runner 2049» war auch bildgewaltig und floppte trotzdem, allerdings dürfte die Handlung von «Dune» etwas einfacher verständlich sein und so einen Flop vorbeugen.

Pascal Scherrer
Ich mag Technik, Filme und Serien. Darum schreibe ich hier darüber. Klingt plausibel, oder?

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