Vivo startet in der Schweiz – alle wichtigen Infos über den Smartphone-Riesen

Schon lange wurde gemunkelt, dass nach Oppo auch Vivo bald in der Schweiz starten könnte. Die chinesische Marke ist im asiatischen Raum eine etablierte Grösse und gehört auch global zu den grössten Smartphone-Herstellern. Gegenüber vybe hat Vivo seinen Start in der Schweiz nun offiziell bestätigt, nur das genaue Datum behält der Konzern noch für sich:

Vivo wird [in der Schweiz] starten, aber der Zeitpunkt ist noch offen.

Naheliegend ist natürlich, dass Vivo seine ersten Smartphones noch in diesem Jahr in der Schweiz offiziell in die Verkaufsregale bringt. Dafür spricht, dass die Marke in Deutschland bereits gestartet ist und ein Österreich-Launch für Juni geplant ist. In diesem Beitrag erfährst du alles Wissenswerte über Vivo.

Wer genau ist Vivo?

Vivo ist ein noch relativ junges Unternehmen. Gegründet wurde es 2009 und ist seither zu einer weltweit agierenden Firma mit über 10’000 Mitarbeiter*innen herangewachsen. Anfangs war Vivo nur in China tätig und hat sich dort bald respektable Marktanteile erobert. Inzwischen ist die Marke in China mit 20 Prozent Marktanteil die Nummer 2, ganz knapp hinter Oppo, die 21 Prozent für sich verbuchen können (Stand Januar 2021). Weltweit teilt sich Vivo aktuell den fünften Platz der grössten Smartphone-Marken mit Oppo.

Smartphones: Weltweiter Marktanteile der Hersteller 2020. Das sind die 6 grössten Smartphone-Marken weltweit.
Grafik: vybe

Nach dem raschen Erfolg in China expandierte Vivo 2014 nach Thailand und wurde damit auch ausserhalb seines Heimatlandes aktiv. In den nächsten Jahren trieb das Unternehmen die Expansion im asiatischen Raum stark voran und startete 2017 auch in Russland. Seither ist Vivo in Asien zu einer Smartphone-Grossmacht aufgestiegen, die sich mit Huawei, Oppo, Xiaomi und Samsung einen Kampf um den dortigen Smartphone-Thron liefert.

Im Oktober 2020 kam schliesslich die Ankündigung, dass man nun auch nach Europa expandieren wolle. Los ging es noch im selben Monat in sechs Ländern: Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und Grossbritannien. Vivo ist bekannt für seine massiven (und entsprechend teuren) Werbekampagnen. So trat der Hersteller unter anderem als Sponsor der FIFA Weltmeisterschaft 2018 auf und platzierte seine Smartphones auch in zwei Marvel-Filmen.

Der rasante Aufstieg von Vivo dürfte sich auch damit erklären lassen, dass die Firma eine starke Muttergesellschaft im Rücken hat. Vivo gehört wie Oppo, OnePlus und realme zum Konzern BBK Electronics. Gemessen an den reinen Verkaufszahlen seiner vier Brands ist BBK Electronics der weltweit grösste Smartphone-Hersteller.

Wie sieht das Smartphone-Portfolio aus?

Die verschiedenen Smartphone-Modelle von Vivo. Einige davon sind bald in der Schweiz erhältlich.
Nebst gefühlt unzähligen Smartphones hat Vivo auch ein einziges Kopfhörermodell im Portfolio. | Bild: Screenshot Vivo-Website

Wie beinahe alle Hersteller bietet Vivo ein breites Sortiment an Smartphones von der Einsteiger- bis zur High-End-Klasse an. Insgesamt hat Vivo ganze fünf Smartphone-Serien im Portfolio:

  • X Series
  • V Series
  • S Series
  • Y Series
  • NEX

Verteilt auf diese fünf Serien führt Vivo aktuell stattliche 40 verschiedene Smartphones im Sortiment, wobei natürlich nicht jedes Modell in jedem Land verfügbar ist. Es ist zu erwarten, dass Vivo in der Schweiz nur mit einem sehr reduzierten Portfolio startet. Naheliegend ist, dass das Unternehmen mit eher günstigen Modellen beginnt, um erste Kunden anzulocken. Diese Taktik fährt Vivo bereits in Deutschland: Mit dem Vivo X51 hat man ein technisch ausgezeichnetes Handy im Programm, das mit 529 Euro aber nicht zu teuer ist. Ergänzt wird dieses von den Einsteigermodellen Vivo Y70 (189 Euro) und Vivo Y20s (139 Euro), die mit guter Technik für wenig Geld glänzen. Neu ist dieses Vorgehen nicht, hat es doch vor ein paar Jahren auch Huawei und zuletzt Xiaomi hierzulande gross gemacht.

Der Trailer zum Vivo X51 5G.

Ebenfalls gemein mit Huawei und Xiaomi hat Vivo eine eigene Submarke. Unter dem Namen IQOO vertreibt das Unternehmen leistungsstarke Smartphones, die oft Gamer*innen als Zielgruppe haben. Gegründet wurde die Submarke im Februar 2019. In Indien, einer der wichtigsten Märkte für Vivo, operiert IQOO sogar als eigenständiger Brand.

Wie gut sind Smartphones von Vivo?

In den letzten zehn Jahren haben China-Smartphones laufend Boden gegenüber den klassischen Marken gut gemacht. Mittlerweile kann man mit gutem Recht sagen, dass Marken wie Huawei, Oppo oder Xiaomi bei der Smartphone-Technologie eine führende Rolle eingenommen haben. Mit Vivo ist das nicht anders. Smartphones des Unternehmens holen sich in Reviews laufend Bestnoten. Im Bereich der Smartphone-Fotografie liefert sich Vivo ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Huawei, Oppo und Xiaomi. Auf der Rangliste von DXoMark rangiert das beste Vivo-Smartphone aktuell auf Platz 6 – und damit vor Apple und Samsung.

Kommt das Vivo X60 Pro+ in die Schweiz?
Bild: Vivo

Um im Bereich der Kamera besser zu werden, hat Vivo Ende 2020 eine Partnerschaft mit dem deutschen Linsenspezialisten Zeiss angekündigt. Ziel sei es, noch bessere Kameratechnologie zu entwickeln, die dann in den Premium-Modellen von Vivo zum Einsatz kommen sollen. Die ersten Modelle, die von dieser Zusammenarbeit profitieren, sind diejenigen der X60-Serie, die Ende März (vorerst) für Indien vorgestellt wurde. Gut möglich, dass Vivo dann mit einem oder mehreren Modellen der X60-Serie in der Schweiz startet.

Aurel Janser
Aurel Janser
Ich mag Technik. Und Filme. Und Serien. Darum schreibe ich hier darüber. Klingt plausibel, oder?

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