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Xiaomi 13T: Endlich nimmt Xiaomi die Update-Kritik ernst

Eigentlich müsste man meinen, dass Xiaomi als grosser Sieger dasteht. Kaum ein anderes Unternehmen hatte nach Huaweis US-bedingtem Absturz so gute Aussichten, um in die Bresche zu springen. Doch knapp vier Jahre nach den ersten Sanktionen gegen Huawei dümpelt Xiaomi noch immer weit hinter Samsung und Apple her.

Dabei wären die Voraussetzungen so gut gewesen. Xiaomi hatte schon immer richtig gute Hardware zu verhältnismässig günstigen Preisen. Vor allem aber hatte Xiaomi etwas, das kein anderer chinesischer Smartphone-Hersteller vorweisen konnte: Eine eingefleischte Fanbase. Nicht nur deswegen wurde das Unternehmen in seinen Anfangszeiten gerne als Chinas Apple bezeichnet.

Xiaomi liebt vorinstallierte Apps

Schaut man sich Xiaomi heute an, hat das Unternehmen höchstens noch etwas mit Apple gemein: Eine treue, wenn auch lange nicht mehr so grosse, Fanbase. Signifikante Marktanteile? Na ja. In der Schweiz ist Oppo längst an Xiaomi vorbeigezogen. Das liegt vor allem auch daran, dass Xiaomi in einem Bereich noch immer nicht liefern kann: dem Ökosystem.

Xiaomi-Software hat keinen guten Ruf. Zum einen wäre da einmal die Tatsache, dass Handys des Herstellers oft mit sehr viel vorinstallierten Apps von Drittanbietern kommen. Wer sein Xiaomi-Smartphone einrichtet, muss also erst mal die ganze nervige Bloatware deinstallieren – wenn das überhaupt geht.

Doch auch darüber spielt Xiaomis Ökosystem in der Android-Welt nicht vorne mit. Während etwa Samsung (und davor auch Huawei) sich bemüht, die europäischen User mit neuen Features und Services zu verwöhnen, sieht das bie Xiaomi anders aus. Hier scheint man sich vor allem um den chinesischen Markt zu kümmern, während der Rest der Welt nicht so wichtig scheint.

Integration und Alternativen mangelhaft

Auch die Integration mit beliebten Diensten lässt immer wieder zu wünschen übrig. Ein gutes Beispiel dafür ist der Kommentar von SmartDroid, wo sich der Autor Dennys Fischer darüber aufregt, dass sein Xiaomi Smart Band 8 nicht mit Googles Fitness-App nutzen lässt. Das ginge ja noch, hätte Xiaomi wenigstens eine Alternative, die mit Apple oder Samsung auf Augenhöhe wäre.

Dasselbe bei Updates. Während inzwischen alle relevanten Android-Hersteller das Betriebssystem ihrer High-End- und teilweise sogar Mittelklassemodelle jahrelang pflegen, schien Xiaomi kein Interesse daran zu haben. Klar, für die Mehrheit der Handy-User ist ein langes Update-Versprechen kein Kaufargument. Das heisst aber nicht, dass dies nicht ein wichtiger Aspekt sein sollte.

Wie wichtig die Pflege der Software eben doch ist, zeigt wieder einmal Apple. Das Unternehmen hat sich durch den langen Support seiner Smartphones den Ruf erarbeitet, dass iPhones selbst nach fünf, sechs Jahren noch gut laufen.

Update-Politik soll endlich besser werden

Jetzt soll sich das aber endlich ändern. Für die 13T-Serie, die Xiaomi noch im September vorstellt, soll es wesentlich längeren Software-Support geben. Xiaomi verspricht vier OS-Updates und fünf Jahre Sicherheitspatches. Da die neuen Modelle noch mit Android 13 ausgeliefert werden, ist also spätestens nach Android 17 Schluss.

Ein Fortschritt ist das trotzdem und zeigt vor allem eines: Eine starke Update-Politik ist etwas, das Hersteller nicht mehr länger ignorieren können. Wünschenswert wäre jetzt natürlich noch, dass Xiaomi diese Update-Garantie auf weitere Smartphones aus seinem Portfolio ausweitet. Hier hat nämlich Samsung noch immer die Nase vorn, die selbst ihre Mittelklasse relativ gut mit Updates versorgen.

Und wer weiss, vielleicht entscheidet sich eines Tages sogar Sony noch dazu, endlich ein Update-Versprechen abzugeben.

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